— 53 —
Freih. Emst Ignaz Coloman, geb. 1799, Herr auf Sunzing, Imolkam u.Rameting, k. bayer. Hauptmann in Pension, verm. 1836 mit Magdalenav. Forster, geb. 1804. Die Schwester des Freiherrn Ernst Ignaz Colo-man: Freiin Anna Maria, geb. 1797, verw. Freifrau v. Grimming, ver-mählte sich in zweiter Ehe mit dem 1836 verst. k. bayerisch. Oberstenv. Sieber und von dem Bruder, dem Freiherrn Ferdinand, geb. 1798.k. bayer. Postverwalter zu Straubing, verm. 1829 mit Caroline Mayer,aus welcher Ehe vier Töchter, die Freiinnen: Crescentia, geb. 1830,Catharina, geb. 1837, Anna, geb. 1842 und Margaretha, geb. 1847 u.drei Söhne, die Freiherren: Wilhelm, geb. 1832, Philipp, geh. 1839,k. bayer. Lieutenant und Ernst, geb. 1844, stammen. — Ueber ein indie Familie früher gelangtes Grafendiplom fehlen nähere, genaue An-gaben.
Angelus, Annal. Brnndenb. Lib. II. Nr. 11. — Grosser, Lausitz. Merkwfirdigk. III.S. 48. — Gauhe, T. S. 1285—88. — v. Jlattstein, II. S. 207—10. — Zedier , XVIII. 8. 1135.
— v. Lang , S 182. — Freiherr v. Ledebur . II. S. 65. — Geueal. Taschenb. der freih. Häu-ser, 1S48. S. 236—38 und 1864. S. 492. — Siebmacher , I. 128: v. Liiczelburg, Rheinläudisch.
— Suppl. zu Siebin. VV.-B. V. 23 : v. L. u. TX. 3 : Gr. v. L. — VV.-B. des Kgr. Bayern, III.55 u. v. WÖlckern, Abth. 3.
Liitzelstein, Grafen. Altes Grafengeschlecht im Elsass aus demgleichnamigen, auf einem hohen, die Altenburg genannten Berge, sechsMeilen von Strassburg nach Lothringen zu gelegenen Stammschlosse,zu welchem eine ansehnliche Grafschaft gehörte. Der Stamm ist mitden Söhnen des Grafen Burchardus erloschen. Derselbe wurde 1393zum Bischof von Strassburg erwählt, musste aber dem, vom Papste Bo-nifnz IX. bestätigten Wilhelm Grafen v. Diest weichen, liess sich mitden beiden Stifts-Aemtern Ruffach u. Mundat auf Lebenszeit abfinden,und vermählte sich später noch, um das Geschlecht fortzusetzen, zeugteauch zwei Söhne, welche aber Nachkommen nicht hatten, worauf dieGrafschaft an die Pfalzgrafen am Rhein gelangte, von denen die Liniezu Lautreck ihren Sitz auf dem Schlosse Lützelstein nahm.
Hühner, Histor. Polit. P. VII. K. 314. — Oau/te . Tl. S. BUS und 64. — ff. Chr. Groll,Wesfrirher Abhandlungen, I. St. von den Grafen v. Lützelstein, Zweibr. 1771.
Lützendorf, Luczendorf, Schenck v. Lützendorf. Altes Adelsge-schlecht der Mark Brandenburg, welches mit dem Erbschenken-Amtederselben bekleidet war. Die Familie war im Brandenburgischen be-reits 1375 zu Fahrland, Niebede und Rudow und in der Altmark zuKlein - Scliwechten und später auch zu Billberge gesessen und behieltdie letzteren Güter bis zu dem Erlöschen des Stammes, welches mit demErbschenken Daniel v. Lützendorf um 1616 erfolgte.
Freih. v. Ledebur , II- S. 65. — Siebmacher, I. 170: v. Luczendorf, Sächsisch.
Lützerode, Lützenrod, Lützenrath, auch Freiherren (in Rothdrei schrägrechts aneinander stossende, silberne Rauten). Altes, nie-derrheinisch- westphälisches Adelsgeschlecht, welches Fahne als jülich-bergisches Rittergeschlecht aufführt. Dasselbe, eines Stammes mit denv. Gevertshagen, s. Bd. ni. S 505, und früher auch Lütgenroide ge-schrieben, sass bereits 1496 zu Hardenberg und '1500 zu Clyff unweitBochum, 1528 zu Forst bei Cöln und zu Klarenbeck bei Lennep underwarb später noch mehrere andere Güter. — Nach Fahne kaufteBertram v. Gevertzhagen, genannt Lütgenroide, Marschall von Berg,