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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
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vom 14. Dec. 1845 für Rudolph v. L., Herrn auf Simmenau bei Kreutz-burg. Eins der ältesten und ansehnlichsten schlesischen Adelsge-schlechter, welches auch Littwitz geschrieben wurde und schon im14. Jahrb. genannt wird. Dasselbe breitete sich nach Sinapius nament-lich aus den Häusern Reuthau. Heinersdorf und Colschwitz im Glogau-ischen und Militzsch im Wohlauischen sehr aus, gelangte zu grossemGrundbesitz und ist jetzt in Schlesien zu Dockern, Lossen und Krum-pach bei Trebnitz, Bartsch bei Steinau, Gorkau bei Zobten u. Hartliebbei Breslau, so wie mit den Herrschaften Simmenau bei Constatt undMittelsteine hei Glatz, in Galizien mit den Herrschaften Lodygowitz u.Wilkowitz bei Biala und in Westpreussen mit den Herrschaften Skuld-zewo und Gniasdowo im Kr. Thorn angesessen. Die Familie kam, so-viel bekannt ist, aus Böhmen nach Schlesien und man nimmt an , dassdie beiden Ritter llincb und Schmilo v. Lettewitz, welche um 1342 amHofe des Herzogs Wenzel I. zu Liegnitz lebten, zuerst nach Schlesienkamen. Hans v. L. auf Lentschen bei Sagau war 1498 Marschall desHerzogs Hans zu Glogau und Wolilau; Nicol Littwitz zu Bischwitz starb1539 als Abt zu U. L. F. in Breslau, Barbara v. Lüttwitz 1546 alsAebtissin des fürst!. Stifts zu Trebnitz, Christoph v. L. 1558 als derSchlesischen Fürsten und Stände General-Steuereinnehmer u. Melchiorv. L. auf Laeswitz, Littwitz und Mittel-Dammer 1684 als wohlauischerLandes - Aeltester und königl. Hofrichter. Georg Wilhelm v. L.. kur-brandenb. Generalmajor, wurde 1696 Amts-Hauptmann zu Preuss. Hol-land. Zu Gauhe's Zeiten lebten aus dem Hause Reuthau u. HeinersdorfValentin Leonhard v. L. als des sprottauischen Kreises und BalthasarFriedrich v. L. als des freistedtscheu Kreises Landes-Aeltester, aus dermilititzischen Linie aber Balthasar Siegmund v. L. auf Mittel-Dammerals Landes-Deputirter des wohlauschen Fürstenthums, auch zeichnetesich 1737 ein k. k. Oberstlieutenant in Ungarn gegen die Türken sehraus. Der Stamm blühte in zahlreichen Sprossen fort, von denen meh-rere in k. preuss. Militair- und Staatsdienste traten. Ein Oberst v. L.,früher im Regim. Königin Dragoner, wurde 1814 pensionirt; ein Majorv. I.., früher im Regimente zu Warschau, starb 1816 im Pensionsstandeund ein Major v. L. im Husaren-Regim. v. Gettkandt 1814 etc. TinStaatsdienste kam besonders Hans Ernst Freih. v. L., gest. 1837, Re-gierungs-Präsident zu Reichenbach in Schlesien, Herr auf Gorkau undNaselwitz bei Zobten, zu hohem Ansehen.'Die Linie Lüttwitz-Frau-kenberg oder Frankenberg-Lüttwitz, s. Bd. III. S. 319, ist durch Adop-tion entstanden: es erbte nämlich der 1818 aus dem Regimente Gardedu Corps ausgeschiedene Major v. Lüttwitz das Fideicommiss Bielwieseim Kr. Steinau und nahm den Namen: Frankenberg-Lüttwitz an. Vondemselben stammten zwei Söhne Balthasar und Otto v. F.-L. Derfreiherrliche Stamm blüht jetzt in zwöf Linien, von denen die erste denfreiherrlichen Titel in Folge der Diplome von 1741 und 1788, die an-dere nach dem Diplome von 1845 führt. Die erste Linie umfasst dieNachkommenschaft des 1776 geborenen, 1837 verstorbenen Regier.-Präsidenten Hans Ernst Freih. v. L., s. oben, aus der Ehe mit RosalieWanderer, geb. 1778 u. verm. 1799 u. das Haupt dieser Linie ist Julius