Mit demselben hören die Nachrichten über den alten adeligen Stammauf. — Im Regierungs-Bezirke Düsseldorf befinden sich noch jetzt Fa-milien dieses Namens, ohne das adelige Prädicat zu führen. Zu derEinen derselben gehört namentlich der k. preuss. Steuer-EinnehmerLülsdorff zu Duisburg, welcher ein sehr genauer Kenner der Geschichtedes alten, ritterlichen Stammes v. L. ist.
Handschriftliche Notizen. — Fahne, I. S. *262. — Freih. v. Ledebur , IL S. 62.
LUnden, Freiherren. Erbl.-österr. Freiherrnstand. Diplom von1791 für Joseph Heinrich v. Ltinden, k. k. Oberstlieutenant im Infant.-Regim. Gr. Clairfait.
Mogerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 76.
Liineberge (Schild von Silber und Roth quergetheilt und ledig,mit einem schwarzen, ringsumher mit vierzehn silbernen Pfennigen be-legten Schildesrande). Altes, bremensches Adelsgeschlecht, welchessich auch Bicker, v. Eime, v. "Wedels und v. Bockhorst, doch mit ver-schiedenen Wappen, nannte, bis 1566 das Erbkämmerer-Amt im Bre-mischen besass und später, nach 1616, ausgestorben ist.
M/tshard , S 374. — Köhler, von Erblaudhof-Aemtern, S. 65 und 66. — v. Meding , II.S. 357. — Suppl. zu Siebni. W.-B. V. 18.
Lüneburg (Schild quer getheilt: oben in mit rothen Herzen be-streutem Silber ein aufwachsender, rechtsgekehrter, doppelt geschweif-ter, blauer Löwe und unten Roth ohne Bild). Reichsadelsstand. Diplomvom 9. Juli 1625 für Ilse Schmiedichen — Tochter des Amtmanns Jo-hann Schmiodichen zu Ebstorf — und für die vom Herzoge August zuBraunschweig und Lüneburg mit ihr erzeugten Söhne und Töchter:Ernst, Georg und Friedrich und Catharina Elisabeth, Dorothea Sophie,Anna Maria, Clara Agnes, Ilse Lucie und Margaretha Sibylle, mit demPrädicate: v. Lüneburg. — Den Mannsstamm pflanzte, so viel bekanntist, Friedrich v. Lüneburg, vermählt mit Gertrude Anna v. Feuerschütz,fort. Von demselben entsprossten Christian Friedrich v. L., Herr aufUetze, kurbraunschw. Amtsvogt und Werner v. L., Herr auf Wathlin-gen, gest. 1722, von welchem Letzteren Joachim Friedrich v. L., kur-braunschw. Landrath und Drost zu Bardorf, stammte. — Zu den, derFamilie, welche dauernd fortgeblüht hat u. aus welcher mehrere Spros-sen in die k. hannov. Armee traten, von dem Herzoge August zuBraunschweig und Lüneburg (gest. 1636) verliehenen Gütern: Wathlin-gen und Uetze, erwarb dieselbe noch Masendorf und Essenrode u. ge-hört jetzt im Kgr. Hannover durch den Besitz dreier Güter in Wathlin-gen , Uetze, Masendorf und Essenrode zu dem ritterschaftlichen Adelder lüneburgischen Landschaft. — Das hier in Rede stehende Geschlechtist nicht mit den gleichnamigen adeligen Patricier- Familien in Lübeck(Siebmacher, III. 195) und in Hamburg (Siebmacher, V. 294) zu ver-wechseln. Erstere Familie soll nach Pr.iun, adel. Europa, S. 57, mitAlexander v. Lüneburg 1260 aus Liefland nach Lübeck gekommen sein.Derselbe wurde daselbst. Bürgermeister, welche Würde auch der Enkelund Urenkel bekleidete. Heinrich v. Lüneburg war um 1670 Herr aufEckhorst und Alexander v. L. Herr auf Mory, Yrberpellstross, Missung,Trempeldorff etc.
Willich, Leichenpred. auf Ilse Schmiedichen. — Pfeffinger, II. S. 669. — Imhof, Lib. IV.p. 4. §. 29. S. 2J8. — Rethmeier, br.-lüneb. Chron. S. 1644. — (rauhe, J, S. 1279. — Zed-