Statthalter der Bailei Sachsen; Petrus Lossovius v. Lossau, gest. 1616,war des Domstifts St. Johannis zu BreslauPrälat und Domherr; Casparv. L., der schlesischen Fürsten und Stände Hauptmann, zeichnete sich1623 in einem Treffen gegen die Polen unter dem Obersten Stroinowskiaus und Bernhard v. L. war nach Anfange des 18. Jahrb. Herr aufLudwigsdorf hei Kreutzburg und pflanzte seine Linie durch vier Söhneund zwei Töchter fort. Von den Söhnen machte sich Caspar Heinrichv. L. in der Standesherrschaft Pless ansässig. Derselbe war mit Mariav. Larisch u. Ellguth vermählt, aus welcher Ehe Georg Wilhelm v. L.,k. k. Hauptmann, stammte. — Johann Georg v. L. war k. poln. Oberst-lieutenant und k. preuss. Verweser des Amtes Oletzlco. Aus seinerEhemit Johanna Constanze v. Zastrow a. d. Tl. Bankau entspross MatthiasLudwig V .L., geh. 1717, welcher unvermählt blieb. allen FeldzügenFriedrichs IL beiwohnte, von Ehrenstufe zu Ehrenstufe stieg, 1782 alsGenerallieutenant pensionirt wurde _ und 1783 starb. — Daniel Frie-drich v. Lossow a. d. H. Niedewitz stieg in der lt. preuss. Armee, vomK. Friedrich II. sehr geschätzt, 1781 zum Generallieutenant, nahmdann den Abschied und starb ebenfalls 1783. Da seine Ehe mit SophieEleonore v. Zedmar kinderlos blieb, nahm er den Premierlieutenantvom Bosniakencorps: Johann Christoph Köhler an Sohnes Statt an undLetzterer erhielt durch Diplom vom 6. Mai 1777, unter Anerkennungdieser Adoption, den Adelsstand des Kgr. Preussen mit dem Namen:Köhler v. Lossow und mit dem v. Lossowschen Wappen, in welchemjedoch hinter dem Luchse rechts gewendet noch eine Lanze aufgerich-tet ist. — Friedrich Constantin v. L. wurde 1825 Commandern- der2. Division u. erster Commandant zuDanzig, trat 1834 aus dem activenDienste, lebte in Berlin u. begann 1835 ein grosses militairischesWerküber die Systeme der Kriegsführung der berühmtesten Feldherren älte-rer und neuerer Zeit. Nächstdem haben zahlreiche andere Sprossen desStammes als Stabs- und Subaltern -Officiere in der k. preuss. Armeewie früher, so auch bis auf die Gegenwart gestanden, auch kamdurch Diplom vom 2. Oct. 1823 in die Familie eine Erhebung inden preuss. Adelsstand mit dem Namen Kopka v. Lossow und mit Er-theilung des v. Lossowschen Wappens, in welchem hinter demWappen-hilde, dem Luchse, vorwärts gewendet, eine Lanze aufgerichtet ist.Ein Lieutenant Kopka v. Lossow diente 1837 im k. preuss. 3. Cuiras-sier-Rogimente. — Apollinar v. Lossow war 1857 Herr auf Gryzyn imKr. Kosten, Prov. Posen. — Zu dem in neuer Zeit in das Kgr. Sach-sen gekommenen Zweige des Geschlechts gehört der Abgeordnete inder 2. Kammer der k. sächs. h. Ständeversammlung v. L. in Würzen.
Sinapius, I. S 61S u. II. S. 791. — Gau/ie, I. S. 1270 11. 71. — Zedier, XVIII. S. 481.— N. Pr. A. L. I. S. 47 und III. S. 303—5. — Frei/i. v■ Ledebur , II. S. 53 und 54. — Sieb-macher , I 174 : v. Lossaw. Märkisch. — v.Meding, II. S. 351. — VV.-B. d. Preuss. Mon. TU.89 : Köhler v. L. — W.-B. der Sächsischen Staaten, V. 66.
Lostanges, Grafen. Französisches, in der zweiten Hälfte des17. Jahrb., in Folge der Religionsstreitigkeiten, in das Brandenburgi-sche gekommenes (irafengeschlecht. — Carl Graf v. Lostanges trat,nachdem er wohl schon in der k. franz. Armee gedient, als Oberst inkurbrandenburgische Dienste, erhielt ein eigenes Regiment zu Pferde