Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
622
Einzelbild herunterladen
 

622

mit dem Genüsse der Vorzüge des danneskioldsclien Geschlechts u. demNamen: Gr. v. Danueskiold-Loewendahl. Ein aus dem Stamme derKönige von Dänemark hervorgegangenes Geschlecht. Ulrich FriedrichGraf v. Güldenlöw, Laurwigen, Jarlsberg und Herzhorn, Vicekönig vonNorwegen etc., gest. 1704 natürlicher Sohn des Königs Friedrich III.von Dänemark zeugte mit der ihm versprochenen, aber nicht ange-trauten Sophie v. Uhren, einer Tochter des k. dän. Ober-Hofmarschallsv. Uhren, einen Sohn, Woldemar (I.), welcher, s. oben, den Freiherrn-stand erhielt und als Herr auf Elsterwerda etc. k. poln. und kursächs.Ober-Hofmarschall, Cabinetsminister u. w. Geh.-Rath 1740 starb. Ausseiner ersten Eiie mit Dorothea v.Brockdorf, venu. 1687 u. gest.|1706,entspross Woldemar (II.) erster Graf, s. oben, geb. 1700, erhielt fürsich und seine Familie 1745 das Indigenat in Frankreich, wurde 1747Mnrechal de France u. starb 1755 zu Paris. Aus seiner zweiten Ehe mitBarbara Magdalena Elisabeth Grf. v. Szembeck, gesell. Grf. v. Branicka,geh. 1709, venu. 1736 und gest. 1762, stammte Graf Woldemar (III.),geb. 1740, in Dänemark, s. oben, als Graf v. Danneskiold-Löwendahlanerkannt, früher k. franz. Marechal de Camp, seit 1797 k. dänischerGeneral-Major. Derselbe hatte sich 1772 mit Charlotte de Bourbon,legitimirten Tochter des verst. Grafen v. Charolois vermählt, aus wel-cher Ehe, neben zwei Töchtern: Grf. Franzisen, s. 1794 vermählte Grf.v. Schimmelmann und Grf. Laura, ein Sohn entspross: Graf Wolde-mar (IV.), geb. 1773, k. dän. Kammerk, und seit 1793 Lieutenant derGarde zu Fuss. Dass der Stamm fortgesetzt worden sei, ist nicht auf-zufinden.

Geneal. Nachr., Bd. XIV. S. 1811. Gauhe. I. S. 1260 und 61 und II. S. 049. Freih.v. Krohne % II. S. 2S4 und 85. Lexic. over adel. Fainil. i Danmark, I. S. 337. Jacobi,1S00. I. S. 7577. Freih. v. Ledebur , II. S. 55. Tyroff, II. 125: Gr. v. L. Suppl.zu Siebm. VV.-B. I. 7.

Loewendalil. Altes, rheinländisches Adelsgeschlecht, von welchemHumbraclit eine Stammtafel zwar nicht gegeben hat, aber dessen Namevon ihm in den geneal. Tabellen vieler der ältesten rheinländischen Fa-milien in Folge von Vermählungen genannt worden ist. Johann v.Loewendalil war 1376 Abt des Klosters St. Cornelii ad Indam.

Bucelini, German, sacr., II S. 167. Gauhe , I. S. 1260.

Loeweneck, Schöps v. Loeweneck. Reichsadelsstand. Diplomim kursächs. Reichsvicariate vom 21. Octob. (26. Dec.) 1711 für JacobSchöps, kursächs. Obersten, mit dem Prädicate: v. Loeweneck. Der-selbe stammte aus einer lausitzischen Familie, in welche Andreas Schöpseinen kaiserlichen, zu Linz 15. März 1604 ausgestellten Wappenbriefgebracht hatte. Das ertheilte Wappen wurde durch kaiserliches Diplomvom 12. Nov. 1612 für die Gebrüder Andreas, Michael, Christoph undThomas u. die Gevetter Jeremias u. Samuel Schöps verbessert. v.Langgiebt ein Adelsdiplom vom 11. Octob. 1601 an und zwar für alle Ge-brüder und Vettern Schöps zu Bunzlau und Lemberg, so wie für An-dreas Schöps, Syndicus zu Budissin und führt das Diplom von 1711 alsAdels-Erneuerungsdiplom auf. Von den Nachkommen des OberstenJacob Schöps v. Loeweneck führte, auf Befehl des Königs Friedrich II.,der k. preuss. Oberst und Commandern' des v. Ziethenschen Husaren-Regiments S. v. L. nur das Prädicat: v. Loeweneck als Familiennamen.