— 617 —
kaufte das Gut Ablsdorff im Kurkreise, vier Meilen von Wittenberg, zuwelchem später Lebusa bei Schweinitz, Kittlitz bei Kalau, Görsdorff beiSchweinitz etc. kamen. Ein Enkel des "Letzteren, Matthias II. auf Le-busa, Ahlsdorff etc., Hofgerichts-Assessor zu Wittenberg, Amts-Haupt-mann zu Schlichen, Seyda etc.. bcsass auch 1525 Hartmannsdorf beiTorgau (das frühere Rehfeld unweit Ahlsdorff und Hertzberg), beför-derte 1531 den s. g. grimmaischen Machtspruch und starb 1536 mitHinterlassung zweier Söhne, Wilhelm u. Wolff L., welche' zwei Zweigedieser Hauptlinie gründeten. Yon den Enkeln Wilhelms blieb Eu-stachius L. auf Ahls - und Hartmannsdorf, 1632 Commandant zu Frei-berg und dann kursächs. Generalmajor, 1634 in einem Zweikampfe mitdem Herzoge Franz Carl v. Sachsen-Lauenburg u. der Sohn desselben,Wolfgang Heinrich L., Hofgerichts-Assessor zu Wittenberg und des Kur-kreises Ober-Steuer-Einnehmer, starb 1699 als der letzte dieses älterenZweiges der ahlsdorfer Linie ohne männliche Erben, worauf die Besitz-ungen durch Heirath an einen Oberstlieutenant von Seiffertitz kamen.Von Wolff, Wilhelms Bruder, Herrn auf Lebusa, Kropstaedt etc. stammteals Enkel Wilhelm II. auf Kropstaedt bei Wittenberg, dessen Söhne,Georg Heinrich auf Kropstaedt und Wolf Magnus den Stamm fortsetz-ten. Von Georg Heinrich entspross Eustachius auf Rudisdorf und vondiesem Jobst Heinrich und Eustachius Friedrich, von Wolff Magnusaber stammte Wolff Daniel, welcher später den jüngeren Zweig zu Le-busa schloss.
P eck enstein, Thoatr. Saxon. I. S. 175— 88. — Knauth , S. 528. — Valent, Konig, II.S. 577—622 und dessen goneal. Tabellen der 54 Ahnen Thomas Loesers, Chemnitz, 1715. —Nachrichten vom Ursprünge und tapfern Thaten der v. Loeser in Curios. Saxon. 1734. Nr. 97und S. 388. — Horn, sächsische Handbibliothek, I. S. 68 und tF. — Gauhe , I. 8. 1252—58.
— Zedier, XVIII. S. 203—9. — Freih. v. Krohne, II. S. 281—82 und 23S und 39. — v.Uech-tritz, diplom. Nachricht. V. S. 106 — 109: aus dem reinharzer Kirchenbuche von 1665—1777.
— Jacobi , 1800, II. S. .270. — Allg. geneal. und Staats-Handb. JS24. I. S. 667 und 68. —Freih. v. Ledebur, II. S. 52. — Siebmacher, I. 155: Die Loser, Meissnisch. — Suppl. zuSiebm. W.-B. V. 23: v. L. — W.-B. d. Sachs. Staaten, I. 40: Gr. v. L.
Loessl, Ritter. Reichsadels- u. Ritterstand. Diplom im kurpfälz.Reichsvicariate vom 17. Sept. 1790 für Johann Baptist Loessl, Landrich-ter, Kastner u. Lehenpropstamts-Verweser zu Haag und für den ältestenBruder desselben, Johann Andreas L., kurpfälz. Hofkammerrath. —Der genannte Hauptempfänger des Diploms, Johann Baptist v. L., geb.1746, wurde als k. bayer. Rentbeamter in Haag, mit dem Sohne seinesverstorbenen Bruders: Franz v. Loessl, geb. 1786, Kauf- und Handels-herrn zu Memmingen, nach Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayernin dieselbe eingetragen.
v. Lang, S. 433 und 34. — W.-B. des Kgr. Bayern, VI. 97.
Lötlien. Ein früher zu dem ostpreussischen Adel zählendes Ge-schlecht, dessen Namen ein Gut im Kr. Molirungen führt und welchesmehrere Güter in den Kreisen Friedland , Gerdauen, Neidenburg, Kö-nigsberg und Fischhausen an sich brachte, später aber erloschen ist.
Freiherr v. Ledebur, III. S. 304.
Loetzen. Ein, früher zu dem in Ostpreussen begüterten Adel ge-hörendes Geschlecht, welches, in den Kreisen Wehlau, Friedland, Fisch-hausen und Tilsit gesessen, wieder erloschen ist.
Freih. v. Ledebur, III. S. 304.