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Stiftungen und der Name Löffelholz hin, welchen noch heute ein Feld-district daselbst führt. — Gewissere Nachrichten über das Geschlechtsind vom 13. Jahrh. an bekannt. Der älteste bekannte Stammvater,Fritz Löffelholz, geb. 1229, starb zu Bamberg im 109. Lebensjahre.Derselbe und seine Nachkommen verschwägerten sich mit den angeseh-enen Geschlechtern, welche von Conrad v. Amberg stammten u. daherdem Stadt-Regimente zu Bamberg vorstanden, weshalb die Löffelholzezu gleichen Rechten gelangten. Als die zunehmende .weltliche Machtder hamberger Bischöfe die alten Rechte der bambergischen Edelbür-ger sehr schmälerten und Unruhen entstanden, zogen die Löffelholzemit Anderen ihres Standes aus Bamberg nach Nürnberg, wo sie einenneuen Besitzstand sich gründeten und sofort den Rathsgeschlechternbeigezählt wurden. Der Erste, welcher in Nürnberg zu Rathe ging, warHans Ii. und von seinen Nachkommen setzten die älteren Söhne Wil-helms L., Ritters: Johann und Wolfgang, den Stamm in Nürnberg fortund gründeten die noch blühenden beiden Hauptlinien, die ältere, Wil-helmische und die jüngere, Thomasische Linie. Von Wilhelms jüngerenSöhnen starb Georg als Dompropst des Hochstifts Passau und Thomasals h. bayer. Rath und Pfleger zu Braunau. Letzterer zog 1472 mitHerzog Heinrich zu Sachsen zum heiligen Grabe und wurde später,1490, vom K. Maximilian I. vor Stuhlweissenburg zum Ritter geschlagen.Nächstdem ehrte der Kaiser die von Thomas dem Reiche und nament-lich seinem Schwager, dem Herzoge Albrecht in Bayern, treu geleistetenDienste dadurch, dass er 2. Aug. 1515 das alte Stammwappen der Löf-felholze: in Roth ein rechts schreitendes weisses Lamm, mit dem Wap-pen des erloschenen, alten, berühmten, bayerischen Riltergeschlechtsder Judmänner v. Affeking: in Silber ein schrägrechter, blauer Balken,belegt mit drei mit den Spitzen in einander steckenden, silbernen Juden-hütlein (Feld 1 u. 4 das Stammwappen und 2 u. 3 Judmann), vermehrteund den alten Adel der Familie bestätigte. Schon vorher, 1507, hatteHerzog Albrecht Schloss und Gut Colberg hei Alt-Oettingen dem Tho-mas L. geschenkt, welcher sich seit dieser Zeit nach diesem Sitze schrieb.Auf die kaiserliche Anerkennung des Adels und die Vermehrung desWappens legte übrigens auch der Hauptstamm in Nürnberg Gewicht,schrieb sich nun: Löffelholz v. Colberg und führte das vermehrte Wap-pen. — Die bayerische Linie erlosch bald wieder und eben so auch einnach Rothenburg a. d. Tauber ausgewanderter Zweig, die nürnbergerLinien aber blühten fort und aus denselben gingen viele ausgezeichneteStaatsmänner und tapfere Krieger hervor. Freih. Georg Wilhelm, s. oben,welcher wegen seiner vielen glänzenden Waffenthaten den Freiherrn-stand und wegen derselben eine darauf bezügliche Wappenvermehrung- (eine zwischen Feld 3 u. 4 eingepfropfte, blaue Spitze, in welcher drei,2 u. 1, goldene Halbmonde, die oberen mit den Sicheln auswärts ge-kehrt, der untere gestürzt) erhalten hatte, starb 1719 als k. k. Feld-zeugmeister, IIof-Kriegsrath, Commandant zu Ofen und Commandiren-der des dortigen Districts. Eine gleiche Auszeichnung erhielten auchdurch kaiserliches Diplom vom 29. Juli 1715 die Gebrüder Johann Se-bastian, Georg Sigmund und Sigmund Jacob L. v. C. für sich und ihre