Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
584
Einzelbild herunterladen
 

— 584 —

ningerode, mit dem Namen: v. Lolienthal. Von demselben, früher Hof-rath in Gedern, entspross Carl Friedrich Ludwig v. L., welcher um 1775als Geh.-Stiftsrath zu Quedlinburg starb. Von den Söhnen desselben tratder eine als Major und Kreis-Brigadier bei der Gensdarmerie 1820 ausder k. preuss. Armee und ein anderer. Friedrich Ludwig Carl v. L., geb.1766, starb 14. März 1821 als k. preuss. Generalmajor und Comman-dant von Magdeburg und Herr auf Alt-Käcklitz unweit Osterburg in derAltmark.

N. Pr. A.-L. III. S. 278 und 79. — Freih. v. Ledebur, II. S. 46.

Lobgesang v. Lerchenheim, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand.Diplom von 1760 für Valentin lgnaz Lobgesang, Landes-Advocatcnund Kammer-Procurators Adjuncten in Mähren, mit dem Prädicate:Edler v. Lerchenheim.

Megerle v. Mühlfeld, S. 222.

Lobkowitz, Fürsten und Freiherren ("Wappen der Freiherrenv. Lobkowitz: Schild geviert: 1 und 4 von Roth und Silber querge-theilt (Stammwappen) und 2 und 3 in Silber ein schräglinks gestellter,schwarzer Adler mit einer silbernen Querleiste auf der Brust (die Sieb-machersclie Declaration sagt: „mit einem weissen Böglein an der Brustund Neuere haben einen Halbmond angenommen): Vermehrung desWappens bei Erhebung in den Herrenstand durch K. Friedrich III.Das fürstliche Wappen ist einmal der Länge nach und zweimal querge-theilt, somit sechsfeldrig und hat einen Mittelschild mit dem freiherr-lichen Wappen). Reichs- Freiherrn- und Fürstenstand. Freiherrndiplomvom Freitage vor St. Oswaldi-Tag 1459 für die Gebrüder Nicolaus II.u. Johann v. Lobkowitz und Fürstendiplom vom 17. Aug. 1624 fürZdenco Adalbert Herrn v. Lobkowitz. — Eins der ältesten, vornehmstenund begütertsten Herrenstandsgeschlechter Böhmens, nach Angabe meh-rerer Geschichtsschreiber von den alten Herzogen dieses Landes stam-mend. Dasselbe führte noch um 861 den Namen: Herren v. Lobetz,erbaute aber, nachdem das Stammscliloss Lobetz zerstört worden war,ein neues Schloss mit dem Namen Lobkowitz, drei Meilen von Prag,und nannte sich nach demselben. Das genannte Schloss überliess K. Ru-dolph n., nachdem Ladislaus, Herr zu Lobkowitz, k. böhmischer Oberst-Landrichter und Georg Herr zu L. auf Dux, k. k. Geh.-Rath undOberstburggraf, 1594 in kaiserliche Ungnade aus unbekannter Ursachegefallen waren, 1602 dem Fürsten Sigismund Bathori von Sieben-bürgen. — Johann v. Lobkowitz, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrh.Hofmarschall des K. Wenzel, stiftete durch seine Söhne, Nicol undPeter, zwei Linien des Stammes, die Hassensteinische und die PopelicheLinie, von denen die erstere im 17. Jahrh. wieder ausstarb. Der Stifterder Popeliclien Linie, Peter, gründete durch seine Enkel, Ladislaus I.und Theobald, die Nebenlinien zu Chlumetz und Bilin, von denen letz-tere, welche nur den gräflichen Titel führte, 1722 mit dem Grafen Ul-rich Felix ganz erloschen ist: später blühte sonach nur allein noch dieChlumetzische Nebenlinie der Popeliclien Hauptlinie, welche den Bei-namen Popel abgelegt hat. Diese Chlumetzische Linie gelangte inder Person des Ladislaus H. durch K. Maximilian II. zum Besitze