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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
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Lindenbroch, Lindenbrog, Lindebi 'uclt. Altes niedersächsisches,schon 1301 im kedinger Lande bekanntes Adelsgeschlecht, dessen Adel1520 vom Erzbiscliofe zu Bremen anerkannt und bestätigt wurde.

Mushard, Monum. nobil. Brem., S. 344. '/edler, XVII. S. 138386. J.II, v. Seelen,Ursprung der berühmten Lindenbrogischen Familie in Hamburg aus dem Herzogth. Bremenin der 6. Samml. d. Bremen und Verdenschen Merkwürdigkeiten. Bremen, 1761. S. 422.

Lindenfels, Lindenfelss , auch Freiherren (in Silber ein schräg-rechter, mit drei silbernen Sternen belegter, schwarzer Balken). ImKgr. Bayern anerkannter Freiherrnstand, auf Grund des durch Urkun-den von 1705 herab erprobten freiherrlichen Prädicats. Die Einver-leibung in die Klasse der Freiherren des Kgr. Bayern erfolgte 24. Octob.1812. Altes, schwäbisches und fränkisches, nicht mit der rheinlän-dischen Familie Mosbach v. Lindenfels zu verwechselndes Geschlechtaus dem alten zum Canton Ottenwald gehörigen, aber schon zeitig andie Markgrafen von Baden vertauschten, gleichnamigen Stammsitze.Dasselbe war in den ältesten Zeiten am Rheine und in Schwaben undseit Anfänge des 17. Jahrb. in Franken und im Herzogth. Sulzbach an-gesessen und gehörte durch den Besitz der Rittergüter Nairitz, Wei-denberg , Windischen, Leibach etc. zu dem Ritter-Canton Gebürg, sowie durch andere Güter zu dem Canton Altmühl. Die ordentlicheStammreihe der Familie beginnt Biedermann mit Philipp v. L. u. führtdieselbe bis zu seiner Zeit fort. Billungen v. L. tritt urkundlich 1151als Stifter des Klosters Brombach und 1170 nochmals als Wohlthäterdieses Klosters auf; Hertwicli v. L. beschenkte 1195 die Abtei Lorchund eben so Ulrich v. L. und seine Hausfrau Cunigunde. Johann v. L.gründete später das Stift Kaysersbrunn u.Johann II. v. L. war Domherrzu Worms; Johann III. wurde 1478 Propst zu Schönau bei Heidelbei'g;Stephan II., gest. 1566 war Obervoigt der Grafschaft Hechingen undmit Sabina v. Rechberg a. d. II. IIohen-Rechenberg vermählt; Philippv. L., erst pfälz. Hofmeister zu München , dann Obervoigt zu Hohen-zollern und zuletzt Hofmeister zu Ober-Sülzburg, war mit Anna Grf.v. Hohenzollern, gest. 1565, vermählt; Hans Caspar seil. v. L., gest.1573, ein Sohn des Stephan II. deutschmeisteisscher Rath zuMergentheim , verm. mit Anna v. Sickingen a. d. PI. Landstuhl, wurdeder nähere Stammvater der jetzigen drei Linien des Stammes; Georgv. L.,-württ. Rath und Oberamtmann zu Heinsheim und Ober-Wonnen-thal, vermählte sich 1560 mit Maria v. Falken und Hans Walther v. L.,gest. 1605, kurbayer. Geh.-Rath und Oberst-Kämm. zu München, hatteeine v. Diinheim, Schwester des Bischofs zu Speyer, zur Gemahlin.Was spätere Familienglieder anlangt, so schlössen die Gebrüder JobstBernhardt, Hans Walther und Wolf Ernst v. L. 16. Juni 1658 einenFamilienvertrüg, welcher 20. Aug. 1664 die kaiserliche Bestätigungerhielt und in welcher dieselben als Fränkische vom Adel, dem h. röm.Reiche immediate unterworfen, anerkannt wurden. Wolf Ernst, geb.1644, war k. franz. Oberstlieutenant und Commandant eines Reiter-Re-giments und Jobst Bernhardt jun., fürstl. bayreuth. Geh.-Rath u. Amts-hauptmann zu Wunsiedel; Carl Christian, geb. 1667, kommt als kur-pfälz. Kammerk, und Oberst vor; Christian August, geb. 1682, warmarkgr. brandenb. Oberstforstmeister und schwarzb. rudolst. Geh.-Rath,