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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
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der Herzöge in Franken nnd 2 und 3 in Blau fünf, 3 und 2 , silberneHeerkolben. In der Mitte der vier Felder liegt ein goldener Pocal mitDeckel nach alter Art: Zeichen des Erbsclienken-Amts des h. r. Reichs). Altes, von den Grafen und Herzogen in Franken stammendes Ge-schlecht, welches sich: Herren v. Limpurg, des h. r. R. Erbschenke u.Semperfreie schrieb und sich in zwei Hauptlinien, die Gailendorfisclieund Speckfeldische, schied. Die letztere Linie zerfiel in zwei Aeste, denSontheimischen und den Einersheimischen. Gottfried, Herr von Lim-purg, lebte im 13. Jalirh. und kommt schon als des h. r. Reichs Erb-schenk vor, wie auch Ulrich Herr v. L. um 1260, mit derselben Würdebekleidet, urkundlich erscheint. Als näherer Stammvater wird Frie-drich Herr v. Limpurg genannt, welcher 1414 starb. Aus seiner Ehemit Elisabeth Grf. v. Hohenlohe, welche ihm die Herrschaft Speckfeldzugebracht hatte, entsprossten, neben anderen Söhnen, welche ihreDienste der Kirche widmeten, die Gebrüder Conrad und Friedrich II.,von welchen Ersterer die Gaildoffisclie und Letzterer die SpeckfeldischeHauptlinie stiftete, welche zu den Reichsgrafen des ehemaligen fränki-schen Grafen-Collegiums gehörten. Die Gaildorfsche, die Nachkommen-schaft Conrads umfassende Linie blühte in der 6. Generation noch inden Söhnen Albrechts und der Freiin Amalia v. Roggendorf: den Brü-dern Joachim Gottfried und Johann Wilhelm, gest. 1655, erlosch aberim Mannsstamme 12. Mai 1690 mit dem Sohne des Letzteren aus derEhe mit Maria Juliana Grf. v. Hohenlohe-Langenburg, dem GrafenWilhelm Heinrich, verm. mit Elisabeth Dorothea Grf. v. Limpurg. NachWilhelm Heinrichs Tode entstanden wegen seiner Besitzungen unter denTöchtern desselben und der Speckfeldischen Linie grosse Streitigkeiten,welche im Dec. 1690 durch kaiserliche Commission und Recess so ge-hoben wurden, dass die Speckfeldische Linie die Aemter Schmiedelfeld,Groningen und Waltzen mit der Hälfte von der Stadt Gaildorf und demverfallenen Mannslehne, die Töchter dagegen die andere Hälfte vonGaildorf mit dem dazu gehörigen Amte und die anderen ins Erbe ge-kommenen Güter erhielten. Die Speckfeldische Hauptlinie stieg vonFriedrich II., s. oben, herab. Derselbe lebte um 1474 und durch dieSöhne seines Enkels, Friedrich III.: Eberhard und Heinrich, schied sichdiese Linie zuerst in den Speckfeldischen und Sontheimschen Ast. Letz-terer erlosch mit Heinrichs Enkel: Heinrich Casimir, 13. Mai 1676,Ersterer aber blühte fort u. trennte sich durch Georg Friedrichs (gest.1651) Söhne: Vollrath, geb. 1641 und Georg Eberhard, in zwei neueAeste, welche, da Vollrath, der erst zu Marck-Einersheim sass, nachAbgang der Gaildorf sehen Linie zu Sontheim, Georg Eberhard aber,früher zu Sommerhausen, später zu Marck-Einersheim residirte, denNamen Sontheim und Einersheim führten. Der Ast zu Einersheim er-losch 11. April 1705 mit Georg Eberhard, k. pr. Generalmajor u. Ober-sten zu Fuss, welcher drei Töchter hinterliess, und der SontlieimscheAst und mit ihm der ganze Mannsstamm des alten Hauses starb 19. Aug.1713 mit dem Grafen Vollrath aus, wenn auch derselbe, neben achtTöchtern, drei ganz jung verstorbene Söhne gehabt hatte. Die Reichs-lehen der Familie kamen an Kur-Brandenburg, die übrigen aber anKneschke, Deutsch. Adels-Lex. V, 35