pelt geschweifter, gekrönter rother Löwe: Wappen der Herzoge vonLimburg; 2 in Roth ein rechtsgekehrter, gekrönter, doppelt geschweifter,silberner Löwe: Grafschaft Bronchorst; 3 in Gold zwei tiher einandergestellte, rechtsgekehrte, gehende, rothe Löwen: Herrschaft Wisch und4- in Roth drei, 2 und 1, goldene, byzantinische Pfennige: HerrschaftBorckeloe). Altes, zu den Reichsgrafen des ehemaligen westphälischenCollegiums gehörendes Geschlecht, eines Stammes mit den alten Grafenv. der Marek, welches die alten Grafen v. Altena und v. d. Marek alsihre Ur-Ahnherren erkennt und sich in drei Linien: die Bronchorsti-sche oder Borckeloische, die Gehmensche und die Styrumsche Linie ge-schieden hatte. — Aeltere Annahmen über die Genealogie und Ge-schichte des Gesannnthauses, welche sich in der „durchlauchtigen Welt"und anderen Werken finden, ergehen Folgendes: Graf Eberhard v. Al-tena hatte drei Söhne: Friedrich, Eberhard II. und Adolph. Letztererwar, wie der Bruder seines Vaters, Bruno, Erzbischof zu Cöln. Frie-drich setzte durch seinen Sohn Adolph IV. die Grafen v. Altena, diesich später v. der Marek nannten, fort und es entsprossten aus den-selben die Herzöge von Jülich, Cleve und Berg, von Bouillon und dieFürsten v. Sedan und Aremberg. Eberhard II. besass die Schlösser Nien-brügge a. d. Lippe u. Isenberg a. d. Ruhr u. von ihm stammte unter An-deren Friedrich H., welcher den Erzbischof von Cöln Engelbert umbrachteund deshalb von dem Erzbischof*Heinrich zu Cöln von Land und Leutenvertrieben wurde. Seine Söhne aus der Ehe mit der Schwester Hein-richs Herzog v. Limburg, Margaretha: Theodorich und Friedrich (III.),wurden von ihrem Oheime aufgenommen und da die väterlichen Schlössertheils zerstört, theils weggenommen worden waren, liess der Herzog den-selben an der Leine in Westphalen auf einem hohen Berge ein neuesSchloss erbauen, welches den Namen: Höhen-Limburg oder Nien-Lim-borch erhielt. Aus Dankbarkeit legte Theodorich, welcher nach diesemSchlosse der erste Graf von Limburg hiess, sein väterliches Wappen:eine Rose, ab und nahm den limburgischen Löwen an, welchen er aufseine Nachkommen fortpflanzte. Von Theodorichs Enkel, Heinrich,einem Sohne Theodorichs (II.), entspross Johann I. und von diesemstammten zwei Söhne: Theodorich III. und Johann TL, welche den Stammin zwei Linien, die limburgische und styrumsche, schieden. Die lim-burgische Linie starb in der vierten Generation um 1508 mit Johann III.aus und Limburg kam mit der halben Herrschaft Broich an die Grafenv. Falckenstein. Johann II., Stifter der styrumschen Linie, hatte dau-ernde Nachkommenschaft. Von seinem Enkel, Theodorich VI., einemSohne des 1391 verstorbenen Theodorich IV.,' stammte Eberhard III.,gest. vor 1426 und von diesem Wilhelm I., gest. 1493. Von Letzterementspross Adolph, gest. 1505 und von diesem Georg, gest. um 1552,welcher durch Vermählung mit Irmgard v. der Wisch die reiche Erb-schaft derselben, die väterliche Herrschaft Wisch und auch die Graf-schaft Bronchorst mit der Herrschaft Borckeloe, welche ihr nach demTode des Sohnes ihrer Mutter-Schwester, des Grafen Jodocus, durchgerichtlichen, 1616 von der Kammer zu Speyer bestätigten Ausspruchder Staaten von Geldern zuerkannt worden war, erlangte. Der Sohn
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