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zu Borg und Lahr in Westphalen und Johann Florentin, geb. 1698,wurde der Ahnherr der jüngeren Speciallinie der älteren Hauptlinie. —Die jüngere, jetzt in Bayern ansässige Hauptlinie umfasst die Nach-kommenschaft des Hermann Franz v. L., geb. 1642 und gest. 1706,verm. mit Anna Susanna v. Papen. Der Sohn desselben, Hermann Flo-rentin, gest. 1733, Kämmerer zu "Werl, war mit Johanna Maria v. Papenvermählt und aus dieser Ehe entspross Hermann Caspar v. L., dessenNachkommen jetzt unter dem Namen der Linie zu Waldau vorkommen.
— Der neuere, demnach in fünf Linien: die Linie zu Opherdicke, dieim Mannsstamme erloschene ältere Linie, die Linie zu Borg und Lahr,die jüngere Linie und die Linie zu Waldau getheilte Personalbestanddes noch in vielen Gliedern blühenden alten Stammes ist aus den geneal.Taschenbb. der freih. Häuser zu ersehen.
Freih. v. Krohne , FI. S. 252 und 53. — v.Lang , S. 176 und 177 und 431. — N. Pr.A.-L.fir. S. 254 und 55. — Freih. v.Ledebur , II. S. 37. — Geneal. Taschenb. der freih. Häuser,1849. S. 252—59. 1853. S. 264—70 und 1S55. S. 344-48. — Suppl. zu Siebm. W.-B. III. 21und X. 5. — Tyroff . I. 181 : v. L. u. Freih. v. L. u. Siebenkees, I. S. 104—6. — W.-B. desKgr. Bayern. III. 51 u. v. WÖlckern, Abtheil. 3: Freih. v. L. und VI. 91: Lilien auf Waldau.
— v. Hefner, bayer. Adel, Tab. 44 und S. 45. — Kneschke, I. S. 272—74.
Lilien (in Blau eine silberne Lilie und auf dem Helme ein wach-sender Pegasus). Im Königr. Preussen bestätigter Adelsstand. Bestäti-gungsdiplom vom 24. Mai 1704 für Georg II. v. Lilien, Oberstlieutenantbei der k. preuss. Garde. — Ein früher zu dem begüterten Adel in derMark Brandenburg und im Markgrafenthum Bayreuth zählendes Adels-geschlecht, welches zu Satzke, Weitzendorf etc. sass und von der, imvorstehenden Artikel besprochenen Familie ganz verschieden war. Nacheiner um 1679 gedruckten Abhandlung: de Liliis celcbribus wird, wäh-rend Andere einen Matthaeus Lilien als Ahnherrn des Geschlechts nen-nen, als Stammvater Sebastian v. Lilien, Kriegsoberst des K. Carl IV.,aufgeführt, welcher 1592 eine kaiserliche Erneuerung seines Adels er-halten habe. Nach seinem schon 1604 erfolgten Tode mussten, wieangegeben wird, seine hinterlassenen Kinder nur im bürgerlichen Standeerzogen werden. Von diesen Nachkommen Sebastian's war Georg Li-lien, gest. 1666, Propst zu St. Nicolai in Berlin und von ihm stammtenzwei Söhne Caspar u. Georg II., welchen durch kaiserliches Diplom dervon den Vorfahren geführte Adel bestätigt wurde. Caspar v. L., gest.1687, Herr auf Weitzendorf, stand am Hofe zu Bayreuth in grossemAnsehen, war Doctor der Theologie, Ober - Hof-Prediger etc., zuletztmarkgr. brandenb.-bayreuthscher Geh. Raths-Präsident und hinterliessetliche Kinder. Georg II. v. L., Herr auf Satzke (Zaatze in der Ost-Priegnitz), diente in der kurbrandenb. und k. preuss. Armee von untenherauf, stieg von Ehrenstufe zu Ehrenstufe und starb 22. Juni 1726 alsGenerallieutenant und Gouverneur von Geldern, ohne Nachkommen zuhaben. — Nach dem Bildnisse des Caspar v. Lilien führte derselbe einvermehrtes Wappen: Schild quer getheilt: oben in Blau ein schwarzerAdler und unten der Länge nach getheilt und in jedem goldenen Theileeine silberne Lilie. Auf dem Schilde standen zwei Helme: der rechtetrug einen aufwachsenden Löwen u. der linke ein aufwachsendes Pferd.
Porst, Theolog. horail. S. 527. — Fortges. Saramluug von theologischen Sachen, 1727.S. 1086—90, 1728. S. 388 und 17*29. S. 631—38. - Gauhe, II. S. 636 und 37: nach dem MS.Geneal. — N. Preuss. A.-L. III. S. 255. — Freih. v. Ledebur, II. S. 36. — W.-B. der Pr,Monarch. III. 85.