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laubniss für sich u. seine Nachkommen erhielt, den Namen: Grafen undHerren v. Zierotin, Freiherren von Lilgenau anzunehmen und mit demangestammten Wappen das Wappen der Freiherren v. Lilgenau zu ver-binden. Letzteres Wappen nimmt jetzt die linke Schildeshälfte desWappens der Grafen v. Zierotin ein. Die Fideicommiss-Herrschaft Praussgehört zu dem Besitze der Grafen v. Zierotin.
Sinapius , II. S. 369 und 70. — ßauhe, t. S. 217 und IS. — Zedier , XVII. S. 1195—97.N. Preuss. A.-L. III. S. 253 und 54. — Freiherr v. Ledebur, II. S. 36. — Nächstdem dieSchriften über die Grafen v. Zierotin, Freih. v. Lilgenau.
Lilgenau, Freiherren (im von Roth und Blau quergetheilten Schildeein aus grünem Boden oder grüner Aue zwischen acht grünen Blätternaufwachsender Stengel mit drei goldenen Gartenlilien und eine auf derlinksstehenden Lilie sitzende, natürliche Lerche). Im Königreiche Bayernanerkannter Freiherrnstand. Anerkennungsdiplom vom 14. Mai 1822für Carl Joseph Freih. v. Lilgenau, k. bayer. Kämm. u. Major ä la suiteu. für die Nachkommenschaft. — Altes, ursprünglich aus der Mark Bran-denburg stammendes Adelsgeschlecht, welches, auch Lillingau geschrie-ben, aus der Mark nach Schlesien, von da in das Voigtland und späterin die Ober-Pfalz kam, wo bei einem im Anfange des 18. Jahrh. ent-standenen Brande im Schlosse Közersdorf die meisten Familien-Papierevernichtet wurden, weshalb auch Genaues über das Freiherrndiplomnicht angegeben werden kann, doch ist auf Grund einiger noch vorhan-denen Urkunden die der Familie zustehende freiherrliche Würde er-wiesen worden. — Erdmann v. Lilgenau war 1675 Ritterhauptmanndes Cantons Waldeck. Nach Anlegung der Adelsmatrikel desKgr. Bayernwurden in dieselbe eingetragen die Gebrüder: Johann Nepomuck Chri-stoph v. L., geb. 1743, k. bayer. Kämm, und Generalmajor in Ingol-stadt und Andreas Christoph Johann v. L., geb. 1747, k. bayer. geist-licher Rath, Mitglied der Academie der Wissenschaften in München,Districts-Inspector, Dechant und Pfarrer zu Aichach. — Der obenge-nannte Carl Joseph Freih. v. Lilgenau, geb. 1787, vermählte sich 1817mit Caroline Freiin v. Linker-Lützenwiek, geb. 1789, aus welcher Ehezwei Söhne stammen, die Freiherren: Carl Theodor, geb. 1818 und Cle-mens Wenzel, geb. 1830. Freih. Carl Theodor, k. bayer. Kämmer. undLandgerichts-Assessor, ist seit 1853 vermählt mit Anna v. Arvay, geb.1834, aus welcher Ehe zwei Söhne leben: Clemens Wenzel, geb. 1854u. Carl Wenzel, geb. 1857.
Biedermann , Ritterschaft im Voigtlande. — v. Lang , S. 450 u. 51. — Geneal. Taschen b.d. freih. Häuser, 1857. S. 437 und 38 und 1862. S, 469.
Lilien, auch Freiherren (Stammwappen: in Silber drei, 2 und 1,schwarze Lilien. Im freiherrlichen Wärppen ist der Stammschild von einervon Silber und Roth 22 mal gestickten, breiten Leiste umgeben). Reichs-freiherrn- und preussischer Freiherrnstand. Reichsfreiherrndiplom vom24. Dec. 1756 für Franz Michael Florentin v. Lilien, kurbayerischenKämmerer, Ftirstl.' Thum- u. Taxischen Geh.-Rath und General-Inten-danten sämmtlicher Reichs- und Niederländer Posten und preussisclieFreiherrendiplome vom 15. Octob. 1840 für Felix v. L., Landrath desKreises Arnsberg u. Herrn auf Echthausen Oster- und Westerhaus undvom 24. Juli 1854 für Franz Joseph v. L., Herrn auf Opherdicke,