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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
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Liechtenstein, Lichtenstein, Herren (in Silber zwei schrägrechte,schwarze Balken). Altes,steiermärkischesund kärntner Herrehgeschlecht,dessen Stammreihe Bucelini von 942 an bis zu seiner Zeit angiebt. Das-selbe besass das Erbkämmerer-Amt in Steiermark, so wie das Erb-Mar-schall-Amt in Kärnten und ist vor 1717 ausgegangen, da nach Büsching.Erdbeschreibung, 5. Aufl. 3 Th. I.B. S. 397, die Grafen v. Wilden-stein seit 1717 das Erbkämmerer-Amt in Steiermark bekleideten.

Hübner , III. Tab. 748 nach Bucelini III. Hauke, I. S. 1210 und 11. Schirmtz, II.S. 42428. Siebmacker. III. Sl; v. L. Steiermiirkisch. o. Meeting, I. S. 334.

Lieclitenstern , Freiherren (Schild geviert: 1 u. 4 in Blau einsilberner Sparren, begleitet von drei, 2 u. 1, silbernen Sternen und 2 u.3 in Schwarz ein rechtsgekehrter, goldener Löwe). KurbayerischerFreiherrnstand. Diplom vom 1. März 1638 für die Gebrüder JohannGeorg, Johann Christoph und Franz v. Liechtenstein!. Ein nach Fa-milienüberlieferungen von den alten fränkischen und rheinländisclienDynasten v. Weinsperg abstammendes Geschlecht, als dessen Stamm-vater der Sohn Engelhards v. Weinsperg u. Luitgards Schenckin v. Lim-purg: Friedrich, genannt wird. Derselbe, gest. 1269 zu Heilbronn, ver-mählte sich, nachdem er im Kriege dem K. Otto IV. u. dem K. Frie-drich II. gedient, 1224 mit Hildegarde v. Lichtstock-Liechtenhaim underhielt durch Diplom d. d.Ulm, am Montage vor dem h. Pangraz-Tage,1226 die kaiserliche Erlaubniss, das Wappen seiner Hausfrau, unterVeränderung seines Namens in denNamen: Liechtenstern, anzunehmen. Von den Nachkommen erlangte Ludwig v. L., gest. 1574 , Oberstder Reiterei, vom K. Carl V. 1542 eine Erneuerung seines Adels mitWappenvermehrung und später, 1584, erhielt Ludwigs Sohn: ChristophCaspar v. L., kurpfälz. Rath und Ober-Pfleger zu Stadt am Ilof einabermaliges Erneuerungsdiplom des alten Adels. Von Letzterem stamm-ten die oben genannten, in den Freiherrn stand versetzten Brüder, vonwelchen der ältere, Freih. Johann Georg, den Stamm durch mehrereSöhne fortsetzte. Von diesen Söhnen begab sich Freih Franz Peter,nachdem er in bayerischen und später in polnisch - sächs. Diensten ge-standen, nach Eisenstadt in Ungarn, wo er sich mit Susanna v. Rom-mel- vermählte. Von den Söhnen desselben stand Freih. Matthias Jo-seph, geb. 1736, in der k. k. Armee u. aus seiner Ehe mitAnnaHuberv. Hubersberg stammte Freih. Joseph Marius, geb. 1765. Letzterer,in Wien erzogen, erwarb sich durch Liebe zu den Wissenschaften sehrschätzbare Kenntnisse in der Geschichte und Länderkunde, welche erspäter in mehreren lehrreichen Werken niederlegte. Derselbe, amAbende seines Lebens nach Berlin gekommen, wo er um 1835 starb,war zweimal vermählt und zwar in erster Ehe mit Elisabeth Soller,aus welcher Ehe ein Sohn entspross, Freih. Maximilian Joseph Leopold,welcher in die k. k. Armee trat u. in zweiter mit Josephine CharlotteElisabeth Freiin v. Tschammer u. Osten, aus welcher Ehe drei Kinderstammten, von welchen Freih. Theodor Philipp Joseph bis 1847 alsPremierlieutenant im k. pr. 27. Infant.-Regim. stand. Derselbe warzugleich bei der Cadettenanstalt zu Berlin connnandirt und hatte sichdurch mehrere ausgezeichnete Kartenwerke einen Namen gemacht.

Materialien zur Biographie. Schneeberg, 1823. N. Pr. A.-L. V. S. 309 und 10: nach Fa-milienpapieren. Freih. v. Ledebur, II. S. 35.