29. Dec. 1845 für Justus Liebig, Doctor der Philosophie und Professorder Chemie an der Universität zu Glessen. Derselbe, geb. 1803 zu Darm-stadt, welcher, später an die Universität München berufen, 18. Dec. 1852das bayrische Indigenat erhielt, ist mit Henriette Moldenhauer ausDarmstadt vermählt, aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern, FreiinAgnes, verm. 1853 mit Moritz Carriere, Dr. phil. und Prof. an der Uni-versität München und Freiin Nanny, zwei Söhne stammen, die Frei-herren : Georg, Dr. medic. u. Hermann.
Genpal. Taschenb. der freih. Häuser, 1856; 8. 405 und 6 und 1857. S. 437. — v. Hefner.bayer. Adel, Tab. 44 und S. 45. — Kneschke , II. S. 278 und 79.
Liebknecht v. Kleeau. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1781für Casimir Liebknecht, Rittmeister im k. k. Dragoner-Regimente Her-zog von Sachsen-Coburg, mit dem Prädicate: v. Kleeau.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 361.
Lieblein. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1761 für Jo-liann Lieblein, Secretair der böhmischen Repräsentation und Kammer,wegen Einführung der Wasserfahrt nach Dresden und Bekleidung desDirectorats der diessfälligen Schifffahrts-Compagnie.
Megerle v. Mühlfeld, S. 220.
Lieblein v. Liebenstein. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von1790 für Christoph Conrad Lieblein, jubilirten Färberei - und Plan-tagen-Director, mit dem Prädicate: v. Liebenstein.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 361.
Liebmann Edle v. Liebenberg. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1817 für Israel Liebmann, Grosshändler in Wien, mit dem Prädi-cate: Edler v. Liebenberg.
Megerle v. Mühlfeld. S. 220.
Liechtenstein, Herren (Schild von Gold und Roth quer getheilt,ohne Bild). Eins der ältesten, angesehensten und begütertsten, öster-reichischen Herrengeschlechter, welches schon im 10. Jahrhunderteunter den ritterlichen Familien der österreichischen Erblande vorkommtund dessen Ursprung gewöhnlich um 1083 von dem italienischen er-lauchten Hause Este hergeleitet wird. Aus dem Stamme desselben, auswelchem Veit Lichtenstein er, Herr, 1413 dem Costnitzer Concil nachdem bekannten Wappenbuche desselben beiwohnte, ist später das fürst-liche Haus Liechtenstein hervorgegangen, welches bekanntlich zu denregierenden und souverainen Familien und dessen Haupt zu den Fürstendes deutschen Bundes zählt, demnach in andere Werke, als in ein Adels-lexicon gehört. Hier sei nur in aller Kürze angegeben, dass HartmannsSöhne: Carl, Maximilian undGundaccar, Ersterer vom K. Matthias 1618,Letztere vom K. Ferdinand IL 13. Sept. 1623 in den Reichs-Flirstenstanderhoben wurden. Fürst Maximilian starb ohne Nachkommen, die Für-sten Carl und Gundaccer aber stifteten nach ihrem Namen benannteLinien, doch blüht jetzt nur noch die Gundaccarische, da die Carolini-sche Linie mit dem Fürsten Johann Adam Andreas zu Liechtenstein,Herzog zu Troppau und Jägerndorff, 16. Juni 1712 im Mannsstammeerloschen ist.
Die zahlreichen, das fürstliche Haus Liechtenstein abhandelnden Werke. — SiebmacherI. 27. Liechtenstein, Freih. — v. Meding, III. S. 405—407.