Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
499
Einzelbild herunterladen
 

der Edelleute eingetragenes Geschlecht der Grafschaft Mark. S. auchden Artikel: v. Neuhoff, genannt Ley.

N. Pr. A.-L. V. S. 306. Freiherr v. Ledebur, II. S. 31. Siebmacher, IV. 117.W.-B. der Preuss. Kheinprovinz, I. Tab. 72. Nr. 143 und S. 169.

Ley. Erbländ. - österr. Ritter- und Freiherrnstand. Ritterdiplomvon 1811 für Erhard Ley, Hofrath der k. k. Hofcanzlei und Freiherrn-Diplom von 1805 für Matthias v. Ley (Loy), k. k. Rittmeister im Dra-goner-Regimente Erzherzog Johann.

Megerle v. Mühlfeld, S. 127 und Erg.-Bd. S. 74.

Leyden, Grafen (Schild quergetheilt: oben in Silber ein rotliesbis an die Ränder der Schildeshälfte und an die Theilungslinie reichen-des, breites Kreuz und unten in Blau drei, 2 u. 1, achteckige, goldeneSterne). Reichsgrafenstand. Diplom im kurpfälzisch. Reichs-Vicariatevom 24. Sept. 1790 für Joseph Ignaz Freih. v. Leyden, Herrn aufSchlipsheim, kurpfälz. Minister und Gesandten etc. und für den Bruderdesselben, Franz Xaver Freih. v. L. und für die gesammte Nachkom-menschaft. Altes, nach Annahme Einiger, ursprünglich niederländi-sches Adelsgeschlecht, welches sich auf die Zeit zurückerstreckt, inwelcher Bayern Holland beherrschte. Die reichbegüterte Hauptliniedes Stammes ist erst in diesem Jahrhunderte in der Stadt Leyden aus-gegangen. Zweige der Familie kamen zeitig unter dem Namen: deLeyde nach Lothringen und wendeten sich von da nach der Schweiz,wo sie sich Leydl und Leidl schrieben. Aus der Schweiz begab sichBernhard "Wilhelm v. Leydl, venu, mit Maria Anna v. Mülinen, zu An-fange des 17. Jahrh. nach Bayern und der Sohn desselben, JohannBaptist v. L., kurpfalzbayer. Geh.-Rath, Staatsminister u. Vicekanzler,wurde 15. Nov. 1078 in den Reichsfreiherrnstand erhoben und erhielt10. Febr. 1088 die kaiserliche Erlaubniss, den alten Namen: Leydenwieder führen zu dürfen. - Derselbe erwarb ansehnlichen Grundbesitzund stiftete das Fidei-Commiss Affing. Aus seiner Ehe mit Maria Bar-bara Freiin v. Stauding entspross Freih. Joseph Ignaz, Gesandter anmehreren Höfen und Deputirter hei Kreis- u. Reichstagen. Derselbevermählte sich mit Maria Anna Helene Freiin Ilörwarth v. Hohenburgund setzte durch seinen Sohn, Max Anton Joseph, den Stamm fort.Letzterer hinterliess aus der Ehe mit Maria Theresia Freiin Kraussv. Sala u. Kraussegg drei Söhne, die Freiherren Max Casimir, JosephIgnaz und Franz Xaver. Freiherr Max Casimir, kurhayer. Kämmerer,Geh. -Rath und des Hof- und geistlichen Raths Vice-Präsident, starb1772 unvermählt. Freih. Joseph Ignaz, geb. 1734, wurde, nachdem erdas Rittergut Schlipsheim im Canton Donau an sich gebracht, 1764der freien Reichsritterschaft in Schwaben einverleibt und erlangte spä-ter, s. oben, den Reichsgrafenstand. Aus der Ehe desselben mit UrsulaMaria Philippine Freiin v. Weiden stammten drei Söhne, die Grafen:Max Anton, Max Joseph und Clemens Wenzeslaus. Graf Max Anton,gest. 1821, Herr zu Affing, Berg, Mattenhofen, Rapperszell, Mozen-hofen und Kühbach, kurpfälz. Kämm. , Geh.-Rath und Regierungsrath,war in erster Ehe mit Maximiliane Grf. v. Dachsperg, Erbin von Schön-burg und später mit Catharina Grf. v. Reisach-Steinberg vermählt. Aus

32*