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Sachsen : bei Calbe, Wittenberg u. Ecknrtsberga mehrere Besitzungenund wurde im 17. Jahrb. auch im Weiniarisclien und namentlich inSchlesien, wo der Stamm sich weit ausbreitete, in den Kreisen Trebnitz,Oelsptc. angesessen. — Sinapius nennt zuerst die Domina Ursula v.Deutsch, letzte Aebtissin des Klosters Geringswalde im Meissenschen,welche 1554 starb. Mit Hans Friedrich v. L., welcher 1623 Brokot-schine im Trebnitzischen an sich brachte und Hofmeister am herz. Hofezu Oels war, kam die Familie nach Schlesien. Von den Söhnen des-selben hinterliess Friedrich v. L. auf Brokotschine, Rath des HerzogsCarl Friedrich zu Oels u. Münsterberg, keine Nachkommen, ein andererSohn aber, Hans Ernst v. I/. , welcher noch 1665 lebte, setzte denStamm, verm. mit einer v. Falkenberg, so wie einer der Söhne aus die-ser Ehe, Joachim Ernst v. L., verm. mit einer Freiin v. Zedlitz, durchzahlreiche Nachkommen fort. — Aus der sächsischen Linie war HansAugust v. L. auf Mark - Vippach in der zweiten Hälfte des 17. Jahrb.fürstl. sächs. Hofmarschall zu Weimar und starb 1678 als Oberst undCommandant zu Heldrungen. Der Sohn desselben, August v. L., gest.um 1710, kommt zuletzt als f. sachscn-gothaischer Kriegsrath und Ge-neralmajor vor. — Später, im vorigen und jetzigen Jahrhunderte, ha-ben mehrere Sprossen der Familie in der k. preuss. Armee gestanden,von welchen hier Christian Carl Wilhelm v. L., gest. 1798 als General-major a. D. und zwei Brüder v. L. genannt sein mögen, welche als Ma-jore a. D., der ältere 1832, starben. Söhne Beider standen ebenfalls inder Armee. — Nach Hannover kam die Familie um 1816 mit demVice-Präsidenten v. L. u. Dr. E. L. v. L. wurde Professor der Philo-sophie an der Universität Göttingen. — In neuester Zeit wurde Eduardv. L. als Herr auf Ottwitz im Kr. Strehlen, Prov. Schlesien, aufgeführt.
Sinapius, I. S. 592 u. II. S. 778 und 79 und Dess. Olsnogr. I. S. 211 —19. — (rauhe, I.
5. 1200 und 1201. — Zedier , XVII. S. 691. — N. Preuss. A.-L. III. S. 227 und 28. — Freih.v. d. Knesebeck, S. 191. — Freih. v. Ledebur, II. S. 30 u. III. S. 301. — Siebmacher, I. 153:v. L. Meissnisch. — v. Meding, I. S. 328. — Kalender des K. u. Eteichskaminerger. zu Wetz-lar: Friedrich August v. L., von Kur-Sachsen priis. Assessor; jur. 1791. — W.-ß. des Kgr.Haunov. C. 54 und S. 9 und 10. — Schlesisch. W.-B. Nr. 511. — Kneschke, III. S. 293—95.— W.-ß. d. Sächs. Staat. XI. 16. — v. Hefner , hannov. Adel, Tab. *20.
Leuzenbrunn. Ein früher zu dem fränkischen Adel zählendesGeschlecht, welches der Ritterschaft des Canton Ottenwald einver-leibt war.
Biedermann, Canton Ottenwald, Tab. 385.
Leuzendorffer v. Leuzendorf, Ritter und Lenzendorf Campo diSanta Lucia, Freiherren. Erbländ.-üsterr. Ritter - u. Freiherrnstand.Bestätigungsdiplom des, der Familie zustehenden alten Ritterstandesvom 15. Juni 1807 für Maximilian Carl Leuzendorffer v. Leuzendorff,Herrn der Herrschaften Weitenstein u. Jamnig in Steiermark u. Frei-herrndiplom vom 19. Nov. 1850 für die hinterlassene Wittwe des am
6. Mai 1848 im Treffen bei Santa Lucia gebliebenen k. k. Oberstlieu-tenants Johann Nepomuk Ritters v Leuzendorf: Maria Angelica geb.Richter v. Binnenthal u. für die Kinder derselben, Johanna (geb. 1842),Arthur (geb. 1844) und Robert v. L. (geb. 1845) mit dem Prädicate:Campo di Santa Lucia. — Altes, bayerisches Rittergeschlecht, welches1333 nach Steiermark auswanderte. Der Stammsitz lag wahrschein-lich in der heutigen Ortschaft Leuzendorf im bayerischen Langerichte