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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
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Langen, Lange (in Silber eine aufgerichtete, rothe Schafscheere).Altes, westphälisches Adelsgeschleclit, dessen Sprossen, im 13. und14. Jahrb. Burgmänner zu Bentheim, Teklenburg und Landegge, be-sonders in dem hannoverschen Antheile von Westphalen begütertwaren. Später wurde die Familie im Osnabrückschen und im Sachsen-Gothaischen begütert. Dieselbe sass noch 1710 im Gothaischen zuOberstadt, im Mindenschen 1720 zu Hausberge u. 1747 im Osna-brückschen zu Rothenburg und Gögeln. Später ist, so viel bekannt,der Mannsstamm in der zweiten Hälfte des 18. Jahrb. ausgegangen.

Freiherr v. Ledebur , II. S. 7. Siebmacher, I. 181: Die Langen, Brannschweigisch u.187: v. Langen, Westphiilisch. Harenberg, Cod. diplom. Gandersh. Tab. 32. Nr. 15.v. Westphalen, Monum. ined. IV. Tab. 20. Nr. 87: S. Ottonis Lancken von 1503. v. Me-ding. III. S. 376 und 77.

Langen, Langenn (Schild quergetheilt: oben in Blau ein aufwach-sender, gekrönter, goldener Löwe u. untön von Gold u. Schwarz in vierReihen, jede zu sieben Feldern, geschacht). Altes, schonim 14.Jahrh.in derNiederlausitz u. in der Mark Brandenburg begütertes Adelsgeschlecht,welches schon 1315 zu Crimnitz, Leipe, Stennewitz, Zerkwitz, Stollhofu. Lübbenau unweit Calau, zu Lehde im jetzigen Kr. Storckow-Beeskowund 1328 zu Bretschen bei Lübben sass und aus welchem in der zwei-ten Hälfte des 13. Jahrb. die Familie Lange V .Münchhof, s. S. 381hervorging. Das Geschlecht blühte ansehnlich begütert, namentlichin der Niederlausitz, fort und Christian Andreas Langenn, kursächs.Oberstlieutenant, erhielt 1733, unter Bestätigung des alten Adels seinerFamilie und des Wappens derselben, den Reichsadelsstand, Von denNachkommen gelangten Mehrere in kur- u. k. sächs. Staats-, Hof- undMilitärdiensten zu hohen Ehrenstellen, auch standen in neuer Zeit vieleSprossen des Stammes in der k. pr. Armee. Dr. Friedrich Albert v.Langenn, gleich berühmt als Jurist wie als Historiker, wurde k. sächs. w.Geh. Rath. Präsident des Ober-Appellations-Gerichts in Dresden etc. undRudolph v. Langenn, k. sächs. Kammerherr, Hofniarschall J. M. derKönigin-Wittwe Maria v. Sachsen. Im Kgr. Preussen war in neuerZeit Friedrich Wilhelm Ernst v. Langcnn, Hauptmann a. D., Herr aufKittlitz und Kl. Klessow im Kr. Calau, Benno v. L. Herr auf Egsdorfim Kr. Luckau und N. v. L., Hauptmann a. D., Besitzer des MajoratsKriigersdorf im Kr. Beeskow-Störckow (von 17221836 im Besitzeder v. Steinkeller). Auch ist-das Majorats-Fidei-Connniss Birkbolz undWildenow im Kr. Friedberg der Neumark an eine Linie der Familiev. Langenn gekommen. Dieses Majorats-Fidei-Connniss wurde durchden General v. Ritto für die Nachkommen seiner Schwestern v. Musch-witz und v. "Steinkeller gestiftet, und von dem Letzten v. Steinkeller um1836 an die v. Langen, vererbt, worauf die betreffende Linie mit ihremNamen und Wappen den Namen u. das Wappen der v. Steinkeller ver-einigt bat und folgendes Wappen führt: Schild der Länge nach getheilt:rechts das oben angegebene v. Langennsche Wappen und links in Blauüber drei grünen Hügeln drei mit den Spitzen nacli dem mittleren ge-richtete Schwerter mit goldenen Griffen. Als Besitzer des MajoratsBirkholz und Wildenow wurde in neuester Zeit Heinrich August Sigis-mund v. Langenn-Steinkeller genannt.