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zu Putbus, dessen gleichnamiger Stammsitz an die Halbinsel Mönckguthanstösst. Zu demselben gehörte Pridbor v. d. Lunken, welcher zuletztnoch 1429 vorkommt.
Julius v. Bohlen, beschichte des Geschlechts v. Krassow, II. 4. — Freih, v. Ledebur,Iir. S. 4. — Pommernsch. YV.-B. I. Tab. 18 u. S. 41.
Lancken, v. der Lancken (Schild der Länge nach getheilt: rechtsein halber Adler und links drei geflutkete Balken, oder quer getheilt:oben ein aufwachsender Adler und unten die geflutheten Balken). Altes,rügensches, längst erloschenes Adelsgeschlecht, dem Wappen nach ganzverschieden von dem im vorstehenden Artikel erwähnten Geschlechtedieses Namens. Der gleichnamige Stammsitz dieser Familie liegt aufJasmund, dieselbe ist aber nicht, wie angenommen worden ist, 1511,sondern erst später erloschen. Die Familie sass noch auf Rügen 1524zu Poseritz und 1575 zu Lobkevitz und Panderitz. Albrecht v. d. L.hatte sich im 16. Jahrh. nach Colberg gewendet und zu den Nachkom-men desselben gehörte Egidius v. d. L., Dompropst zu Lübeck, Propstzu Preetz, Oberhofmeister, Geh. Rath und Amtshauptmann zu Gottorp,Kiel und Bordesholm, welcher 14. Nov. 1631 starb.
v. Bohlen, Gesch. der v. Krassow, I. S. 9- — Freih. v. Ledebur, II. S, 41 u. III. S. 29S.— Pomin. W.-B. I. Tab. 18. Nr. 6. 7 u. S u. S. 44.
Lancken, v. der Lancken (Schild quergetheilt: oben in Silber einaufwachsender, rechts gekehrter, rother Löwe und unten in Blau drei,2 u. 1, sechsstrahlige, silberne Sterne. Altes, rügensches Adelsge-schlecht, von den in den beiden vorstehenden Artikeln aufgeführtenFamilien dieses Namens, wie das Wappen zeigt, ganz verschieden. AlsStammhaus wird Lanken auf der Halbinsel Wittow angenommen, welchesGut schon 1315 vorkommt. — Sulislaus de Lancke tritt urkundlichbereits 1335 mit einem Wappen auf, welches ganz dem Wappen gleicht,welches noch jetzt von der Familie geführt wird. Yicke v. d. L. erhielt1505 vom Herzoge Bogislaus X. einen Lehnbrief, in welchem Rickvan,Vicke und Steffen v. d. L. als Söhne dreier Brüder v. d. Lancken auf-geführt werden. Dieselben gründeten drei Linien. Steffen's Linie er-losch 1603 und Vicke's Linie 1718 mit Philipp Ernst v. d. L., k. k.Feldmarschall-Lieutenant, von Rickwan v. d. L. aber, Herrn aufWuste-witz (Wostevitz), stammen die jetzigen Glieder der Familie in Pom-mern etc. — Im Laufe der Zeit erwarb das Geschlecht auf Rügen vieleansehnliche Besitzungen, wurde zeitig in Meklenburg angesessen, kamnach Holstein u. Ost- u. Westpreussen und wurde auch auf dem pom-mernschen Festlande, so wie neuerlich in Schlesien begütert. — InMeklenburg soll die Familie schon in so früher Zeit vorgekommen sein,dass Einige dieselbe für ein eingeborenes meklenburgisches Geschlechthalten. Geschichtlich steht fest, d.ass dieselbel523 die bekannteünionder meklenburgischen Ritterschaft unterzeichnet hat. Die Besitzungenlagen meist im Amte Stavenhagen und noch in neuester Zeit sass dasGeschlecht zu Gahlenbeck im Amte Stargard. Im 16. Jahrh. kam nachAngeli dasselbe auch nach Holstein, Möller aber, Isagoge, S. 244, nenntes ein eingeborenes holsteinisches, von der Familie Lanckensee abstam-mendes Geschlecht. Der Besitz in Ost - und Westpreussen zu Glockenim Kr. Mohrungen u. zu Bruchnowke im Kr. Tkorn war nur vorüber-