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in Blau ein aufwachsender Löwe und unten im der Länge nach geseil-tem Felde eine viermalige von Kotli und Silher wechselnde Sparren-Theilung). Böhmischer Adelsstand. Diplom um 1600 für Dr. Hiero-nymus Treutier, Kammer-Procurator in der Oberlausitz, mit dem Prä-dicate: v. Kraschwitz. — Die Familie wurde früher als erloschen an-genommen, doch finden sich noch Siegelabdrücke aus neuer Zeit.
Freiherr v Ledebur, I, S. 484 und III. S. 29n.
Krosigk, Freiherren (in Silher drei über einander stehende,rechtsgekehrte Pflugschaaren). — Eins der ältesten u. angesehenstenAdelsgeschlethter im Magdeburgischen u. Anhaltschen, wohl entspros-sen aus dem Stamme der im 11 —13. Jahrb. vorgekommenen, in dengenannten Gegenden reich begüterten Edlen Herren v. Krosigk, welchesfrüher Crosuck, Crosick, Krosec, Krösig. Kroseck u. Krosegk geschrie-ben wurde u. als dessen Stammsitz die alte Burg, von welcher nur nochdie Trümmern eines Thurmes übrig sind, bei dem 1421 an die v. Trothaverkauften Dorfe Krosigk im Saalkreise, zwei Stunden von Halle, ange-nommen wird. Auf dieser Burg lebte zu Anfange des 12. Jahrb. UedoK., der erste bekannte Stammvater des Geschlechts, von dessen SühnenDietrich 1182 Bischof zu Halberstadt wurde. Von Dedo's Nachkom-men hatte Eberhard Crosigk, welcher in der ersten Hälfte des 14. Jahrb.lebte, drei Söhne: Köhler C., welcher sich um 1348 als sächs. Kriegs-oberst berühmt machte u. Stammvater der Familie v. Kühler wurde;Curt C., welcher die Familie aus dem "Winkel gründete und Lorenz,welcher den Namen Grosigk fortpflanzte. Yon den Söhnen des KöhlerK. verkaufte Hermann K. v. K. das obengenannte Stammhaus Krosigku. seine Nachkommen behielten den Namen Köhler bei u. das Geschlechtwurde aus dem Hause Pierau fortgesetzt, s. den Artikel: Köhler, S. 182.Ebenso blühte Curt'sK. Nachkommenschaft unter dem Namen: aus demWinkel, s. den betreffenden Artikel, fort. Die Nachkommen des LorenzIL, welche den Namen Krosigk fortsetzten, sassen zu Wieskau, Ballen-städt, Aisleben, Beesen, Erxleben, Gnülbzig, Stassfurt, Poplitz etc. undes entstanden nach diesen Besitzungen mehrere Linien, von denen aberdie meisten bald wieder ausgingen. Yon den Sprossen derselben wohn-ten viele als freie Edelleutc auf ihren ansehnlichen Gütern, andere abergelangten im Fürstenthume Magdeburg u. bei den anhaltschen Fürsten,so wie später im Kgr. Preussen, in den Dom-Capiteln zu Merseburg u.Naumburg etc. zu hohen Aemtern u. Ehrenstellen. Die in neuer Zeitvon einem Sprossen xles Geschlechts mit dem grössten Fleisse und dergrössten Genauigkeit verfasste, unten angegebene Geschichte der Fa-milie ertheilt, wie über die gesammten Verhältnisse des Stammes, soauch über die Glieder desselben verbürgte Nachrichten und es sinddaher auf diese treffliche Arbeit Alle zu verweisen, welche weitläufige,das Geschlecht betreffende Angaben wünschen. Nur einige Sprossendes gliederreichen Stammes mögen hier erwähnt sein. Johanna Elisa-beth v. K., Tochter des 1637 verstorbenen Christoph v. IL auf Gnölb-zig und Sandersleben, fürstl. anhalt. Kammerraths, Hofmarschalls undHauptmanns zu Dessau, wurde die Gemahlin des Fürsten Georg Aribertzu Anhalt-Dessau. Christian Siegfried v. K. a. d. H. Hohendorf im