ein sechsstrahliger, goldener Stern). Reichsadelsstand. Diplom vom24. April 1783.' Ein in der Person der Frau Anna Maria Catharinav. Kesseler, geb. v. Proff, mit ihrem Sohne Peter und ihren vier Töch-tern : Catharina, Theresia, Josephine und Clementine, laut Eingabe,d. d. Jülich, 28. Juni 1829, in die Adelsmatrikel der preussischenRheinprovinz unter Nr."63 der Classe clcr Edclleute eingetragenes Ge-schlecht. Demselben standen in neuester Zeit die Güter Ahr und Bockim Kr. Jülich zu.
N. Pr. A.'-L. V. S. 269. — Freih. v. Ledebur , Iir. S. 286. — W.-B. d. Preuss. Uhein-prov. I. Tab. 65. Nr. 129 u. S. 62 u. 63.
Kesseler v. Soimenfels, auch Ritter. Böhmischer Adels- undRit-terstand. Adelsdiplom von 1722 für Gerhard Anton Kesseler," Doctorder Rechte und Secretair des köniiA, Tribunals in Böhmen, mit demPrädicate: v. Sonnenfels und Ritterdiplom von 1741 für Denselben.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 161 u. S. 386.
Kesselstatt, Grafen. Reichsgrafenstand. Diplom vom 10. Jan.1776 für Johann Hugo Casimir Edmund Freih. v. Kesselstatt, k. k. undkurtrierschen Geh.-Rath, kurtrierschen Oberstlandhofmeister etc. —Altes, rheinländisches Adelsgeschlecht, dessen gleichnamiges Stamm-schloss in der ehemaligen Grafschaft Hanau lag, doch schon um denAnfang des 12. Jahrb. aus der Hand der Familie kam, worauf sich die-selbe aus dem Hanauschen nach den Rheingegenden begab. — Hum-bracht beginnt die fortlaufende Stammreihe mit Johann v. K., genanntMoir, welcher 1377 als kurtrierscher Marschall starb und durch denältesten Sohn, Friedrich v. K., kurtrierschen Mundschenken, denStammdauernd fortsetzte. Die Familie erwarb zuerst auf der rechten Rhein-seite ansehnliche Besitzungen und Sprossen derselben waren Burgmän-ner des früher trierschen, jetzt nassauischen Schlosses Montabour, spä-ter aber wurde das Geschlecht auch auf der linken Rheinseite ansässigund brachte namentlich das Bergschloss Curalstein bei Clotten an derlinken Seite der Mosel an sich. Yom 14. Jahrb. an entstanden zwei Li-nien: die ältere zu Clotten, welche im 16. Jahrh. ausging und die jün-gere zu Föhren, welche auf der Yeste Fürn bei Trier sass. Aus derLinie zu Föhren, zu welcher die jetzigen Familienglieder zählen, bilde-ten sich später zwei Speciallinien: die Linie zu Cröve an der Mosel undeine zweite zu Clotten, welche beide im 17. Jahrh. erloschen sind. —Die Familie besass ehemals das Erbkämmerer- und Landhofmeisteramtdes Erzstifts Trier und der Freiherrnstand kam in dieselbe 1718 durchCasimir Friedrich v. Kesselstatt, k. k. Kämm, und Reichs-Hofrath, kur-trierscher Geh.-Rath etc. und zwar mit Vermehrung des Wappens mitdem Wappen des alten, rheinländischen Adelsgeschlechts v. Orsbeck,welches 6. Jan. 1711 mit Johann Hugo v. Orsbeck, Kurfürsten zu Trier,Bischof zu Speier etc., erloschen war. Yom Freiherrn Casimir FriedrichentsproSs Freih. Georg und von diesem stammte aus erster Ehe mit ei-ner Engel v. Enschringen Graf Johann Hugo Casimir Edmund, s. oben,gest. 1796. Von den drei Söhnen des Letzteren aus der Ehe mit Ma-ria Catharina Freiin Knebel v. Katzenellenbogen den Grafen: FranzLudwig, gest. 1841, Carl, gest. 1829 undEdmund, s. unten, gest. 1840,