— 74 —
U
'/ •* t-.1 '
B
Georg. Christoph Wilhelm auf Glauche itnd Michelwitz, gest. 1708,fürstl. oels-wiirttemb. Rath und Hofmarschall, hatte aus der Ehe mitAnna Isoida v. Mutschelnitz, gest. 1726, fünf Söhne, welche sämmtlichden Stamm fortpflanzten und von Hans Georg, gest. 1710, Ii. ölsischenRegier.- und Landrath stammten drei Söhne. — Hie schlesische Liniehat dauernd fortgeblüht und von den Sprossen derselben zeichneten" sich mehrere in der k. preuss. Armee aus. Zu denselben gehörte na-mentlich Gustav Friedrich v. Kessel, geb. 1760 zu Klein-Ellguth imOelsschen, welcher 1827 als k. pr. Generalmajor und Commandant desInvalidenhauses zu Berlin starb. Dass die gräfliche Linie fortgesetztworden sei, ist nicht aufzufinden. — Nach Bauers Adressbuch, 1857S. 108, war Georg v. K., k. pr. Lieut. a. D., Herr auf Raacke (seit1743 Fideicommiss) und Pischkawe im Kr. Oels, Eugen Gustav v. K.Kreis-Deputirter, Herr auf Baesau und Zöbehvitz im Kr. Freystadtund auf Zeisdorf im Kr. Sprottau und ein v. K., k. pr. Hauptm. a. D.Herr auf Leschkowitz im Kr. Glogau, auch besass Hedwig v. K., geb.v. Kleist, Wittwe des Credit-Instituts-Directors v. Kessel, Ober-Glaucheim Kr. Trebnitz.
Sinapius, I. .S. 506—509 u. II. S. 720 u. 721 u. desselben Olsuogr.aph. I. S. 822. —Gauhe , I. >S. 984—986; Kessel, genannt Tchentsch. — o. Hellbach. I.S.648. — N. l J r. A.-L.1. S. 46 u-. III. S. 98—100. — H. L. v. d. Gabelenz, Stammtafel d. Familie v. Kessel aufZeutzsch u. Winzerla, nach Acten u. Urkunden, im 2. Bande der Mittheilungen der Gesch. u.Alterthumsforschendeu'Gesellschaft des Osterlaudes.-— Freih. v. Ledebur , I. S. 425 u. 426u. III. S. 2S6. — Siebmacher , IV. 106: v. K. — v. Aleding, I. S. 275 u. 276. — W.-B. derPreuss. Monarch. I. 57; Gr. v. K. — Schlesisch. W.-B. Nr. 851 u.371.
Kessel (in Silber fünf, 2, 1 und 2, rothe Rauten). Ein im Lim-burgseben und Jülichschen früher vorgekommenes Adelsgeschlecht ausdem Stammsitze Kessel a. d. Maas. Dasselbe war schon in der erstenITülfte des 14. Jahrh. an der Maas begütert und hatte den Stammsitznoch 1640 inne. —• Aus einer Linie, welche sich in Antwerpen nieder-gelassen hatte, erhielt Andreas Melchior v. K. 1725 ein kaiserlichesErneuerungsdiplom des ihm zustehenden Adels.
Fahne. I. S. 218. — Freih. v. Ledebur , 1. S. 426.
Kessel v. Bergen, Kessler v. Bergen (in Gold ein schwarzerQuerbalken, oben von zwei schwarzen Sternen und unten von einemStern begleitet). Altes, rheinländisches Adelsgeschlecht, nicht zu ver-wechseln mit der früher zum fuldaischen Lelmhofe gehörenden Fami-lie v. Bergen, genannt Kessel, s. Bd. I. S. 342. — Dasselbe, dessenStammreihe vom 15. Jahrh. an Humbracht gegeben hat, war im Nas-sauischen angesessen und Sprossen des Stammes waren auch TrierscheVasallen und Burgmänner zu Limburg a. d. Lahn, Baldenstein etc. DasGeschlecht ist mit Philipp Wilhelm Kessel v. Bergen 1643 erloschen.
Humbracht , Tab. 275. — Gauhe , I. S. 987 im Artikel : Kessler v. Sannsum. — N. Pr.A.-L. III. S. 100. — Freih. v. Ledebur, I. S. 426. — v. Aleding, II. S. 297 u. 298.
Kessel, s. Borau, genannt Kessel, Bd. I. S. 563.
Kessel, genannt Bormann, Kessel (in Roth ein silberner Löwe).Rheinländisches Adelsgeschlecht, welches 1700 im Lippeschen zu Ho-vedissen und Moshagen und im Jülichschen zu Papeler, sowie 1728 inder Grafschaft Ravensberg zu Brockhagen im Kr. Halle sass. — Phi-lipp Abel v. Kessel war münsterscher Rittmeister und ein Sohn dessel-
'