und von 20 Kindern desselben überlebte ihn nur ein Sohn, GottfriedFriedrich Achatz, welcher — so weit reichen Gauhes Angaben — 1722zu Rinteln studirte. Derselbe, welchen Siebenkees nicht Gottfried, son-dern Gottlieb nennt, wurde der nähere Stammvater der späteren Spros-sen der evangelischen Linie und von seinen beiden Söhnen, welche denStamm fortpflanzten: Bernhard Simon, hessencasselschen Kammerherrnund Friedrich August, Domküster zu Minden und Lippeschen Drostund Landrath, lebte Letzterer noch 1800 und wird vonJacobi, I. S. 160als Freiherr aufgeführt. — Die Familie hat, begütert im Lippeschen,in Hannover und in Preussen, dauernd fortgeblüht. Ein v. K. besassnoch in neuer Zeit das Gut Barntrup im Lippeschen; im Kgr. Hanno-ver, in welchem auch ein DorfKerssenbrock liegt, zählt das Geschlecht,dessen ältester lüneburgischer Lehnbrief 1639 ausgestellt ist, durchBesitz des Gutes Burgdorf zu dem ritterschaftlichen Adel der lüne-burgischen Landschaft und im Kgr. Preussen war 1857 Bernhard v.K.,k. Landrath, Herr auf Helmsdorf (alter Besitz und Fideicommiss) undHeiligenthal im Mansfelder Seekreise und Herrmann v. IL, k. pr. Ritt-meister im Garde-Cuir.-Reg., Herr auf Helbra (Fideicommiss), eben-falls im Mansfelder Seekreise, auch gehörte noch im genannten Jahrein Pommern das Gut Beveringen im Kr. Saatzig den Landrath v. Kers-senbrockschen Erben.
Gaulie, I. S. 982—984. — N. Geneal. H-andb., 1778. 2. Nachtr. S. 14 u. 15. — N. Preuss.A.-L. 11T. 8.97 u. 98. — Freili. v. d. Knesebeck, 8. 168. — Freih. v. Ledebur, I. S. 425. —Siebmacher , I. 170: v. Kärsenbrouk, Sächsisch u. 187: v. Kerssenbrock , Westphiilisch. —v.Meding, I. S. 274 u 275. — Tijroff , I. 51: F.-IIn. v. Kerssenbruch u. Siebenkees, I. S. 19.u. 20. —W.-B. (1. Kgr. Hannover, C. 33 "u. S. 8: v.K. —Pomm. W.-B. III. Tab. 14: Freili.v. K. — Knesclike , III. S. 248—251. — v. Hefner, hannov. u. braunschw. Adel, Tab. 17 undS. 15.
Kerstenstein. s. Kir st benstein.
Kerstlingerode, Kerstlingerode, Kerslingeroda. Altes, im Göt-tingenschen zu Bisclihausen und Kerstlingerode und auf dem Eichsfeldebereits 1387 und'noch 1553 in und um Heiligenstadt sesshaft gewese-nes Adelsgeschlecht. Johann Wilhelm v. K. starb 24. Sept. 1603 undOtto Christoph v. Kerstlingeroda schloss 5. Aug. 1641 zu Güttingenden Mannsstamm. — Das Wappen des Geschlechts ist später, 1726,als Friedrich Wilhelm Freih. v. Schlitz, genannt v. Görtz in den Reichs-grafenstand erhoben wurde, in das, demselben verliehene Wappen ge-kommen und findet sich im 2. und 3. Felde des Wappens der Grafenv. Görtz (v. Schlitz, geb. v. Görtz).
Gleichenstein, Nr. 46. — J. IV. Heise, Antiquität. Kcrstlingerodanae, Frankf. 1724. 4.
— Gauhe, I. S. 984. — Estor, Ahnenprobe, S. 401. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 369. —Freih. v. Ledebur. I. 8. 425 u. III. S. 286. — Siebmacher, I. 179: v. K, Braunschweigisch.
— Spener, Theor. Insign. S. 281. — v. Meding, III. 8. 323 u. 324.
Kesling v. Bergen, Kessling, Freiherren. Im Kgr. Bayern an-erkannter, von 1717 her nachgewiesener Freiherrnstand. Carl LudwigPhilipp Freih. v. Kessling, geb. 1763 und gest. 1848 auf Jetzendorfund Hilgartshausen, k. bayer. Kämm., Geh.-Rath, Oberstallmeister etc.wurde in die Frcilierrnclasse der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern einge-tragen. — Die bekannt gewordene. Stammreihe der Familie ist fol-gende: Johann Friedrich Kesling v. Bergen — Sohn des Friedrich Au-gust K. v. B., Commandanten auf der Bergfestung Hohentwiel im H.