Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
68
Einzelbild herunterladen
 

Kern, Freiherren (Schild geviert, mit silbernem, eine goldeneKrone zeigenden Mittelschilde. 1 u. 4 in Gold eine schwarze, goldenverzierte Anhängetasche u. 2 u. 3 in Schwarz ein gekrönter, doppelt-geschweifter, goldener Löwe). Kurbayerischer Freiherrnstand. Diplomvom 22. Nov. 1768 für Joseph v. Kern, mit Beigabe des altershaim-sclien Wappens, wegen der Urgrossmutter des Diploms-Empfängers.Derselbe, geh. 1730, wurde als Herr auf Zellerreuth u. Teuffenbach,k. bayer. Kämm., Trucksess und ehemaliger Kastner u. Mauthner zuTraunstein, bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in dieFreiherrnclasse derselben eingetragen.

v. Lang , S. 165. — W.-B. d. Kgr. Bayern, III. 38 u. v. WÖlckern, Abth. 3.

Kern, Edle auf Höhenrhain, Ritter (Schild geviert: 1 u. 4 inGold ein einwärts gekehrter, schwarzer Bär u. 2 u. 3 Blau, durch einengoldenen Querbalken getheilt; oben neben einander drei goldeneAehren, die seitlichen auswärts gekehrt u. unten, ebenfalls neben ein-ander, drei silberne Sterne). Reichs-, Adels- u. Rittersstand. Diplomim kurbayer. Reichsvicariate vom 10. Sept. 1745 für Joseph AntonKern, kurbayer. Hofkammerrath u. Director sämmtlicher kurfürstl.Brauhäuser in Baiern. Der Stamm wurde fortgesetzt u. zwei Söhnedes Diplomsempfängers: Cajetan Anton, geb. 1751 , k. bayer. quitt.Hauptmann u. Anton Joseph Franz de Paula, geb. 1754, k. bayer.pens. Stabs-Capitain u. ein Enkel: Adam Adolph, geb. 1780, k. bayer.Lieutenant, wurden bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayernin dieselbe eingetragen.

v. Lang, S. 399. — Suppl. zu Siebm. VV.-B. VII. 7: v. Kern. — W.-B. d. Kgr. Bayern,VI. 46.

Kern (Schild quer getheilt: oben in Schwarz ein reehts gekehrter,goldener Greif u. unten durch eine aufsteigende Spitze getheilt. In dersilbernen Spitze auf grünem Hügel ein Einhorn u. rechts u. links inRoth drei goldene Kornähren. Ein in Schlesien u. in der Mark Bran-denburg ansässig gewordenes Adelsgeschlecht, welches aus Oesterreichnach Schlesien gekommen sein soll. Dasselbe sass in Schlesien bereits1664 zu Leipe bei Grottkau u. 1723 zu Ludwigsdorf bei, Neisse u. inder Mark Brandenburg zu Anfange dieses Jahrb. zu Wiesenwerder u.Lowitz im Kr. Arnswalde. — Von den Sprossen des Stammes standenzwei Brüder 1806 im k. preuss. Regimente v. Pelchrzim, der älterenahm 1809 als Lieutenant den Abschied u. war 1814 Lazaretbs - In-spector zu Ottmachau, der Jüngere war 1827 Capitain u. später Majorim 19. Inf.-Reg. — Das Gut Leipe ist im Besitze der Familie gebliebenu. in neuester Zeit wurde Albert von Kern als Herr desselben genannt.

N. Fr. A.-L. III. S. Hl u. V. S. 268. — Freiherr v. Ledebur, I. S. 424 u. 425 und III.S. 286. —■ Siebmacher, III. 58. — Schles. W.-B. Nr. 370.

Kern, Kern-Kernried (in Roth ein schrägrechter, goldener Balken,welcher im oberen linken Winkel des Feldes von einem sechsstrakligen,goldenen Stern begleitet ist. Die alte, schweizerische Familie Kernv. Kernried führte dasselbe Wappen, nur war der schrägrechte Balkenu. der Stern silbern). Adelsstand des Königr. Bayern. Diplom vom16. Nov. 1845 für Georg Gustav Ludwig Kern, k. bayer. Oberstlieu-tenant u. Geniedirector in Augsburg. Derselbe, gest. 1857 alsk. bayer.