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Kehrberg, Kerberg, Kereberg. Ein schon im 14, Jahrh. in der
Priegnitz und in Meklenburg begütert gewesenes Adelsgeschlecht, wel-ches nach v. Meding im Mannsstammd 1673 mit Henning v. Kerbergerloschen sein soll und dessen Name mit Ilsahe Catharina v.K. 11. Apr.1742 ausgegangen ist. Ein, den Namen der Familie tragendes Gut,welches bereits 1433 und noch 1683 derselben zustand, liegt in derPriegnitz und in Meklenburg war das Geschlecht meist um den Mü-ntzer See begütert.
Freih. v. Ledebur , I. S. 421. — v. Westphalen , Monum. ined. T. S. 5. — v. Meding, I.S. 274. — Lisch . in den meklenb. Jahrb. X. S. 53: ältere Siegel.
Keil (im Schilde ein mit drei Hauten oder Wecken belegter, schräg-linker Balken). Reichsadelsstand. Diplom von 1720 für Johann PhilippKeil, k. k. Rath und Comraissions-Cänzlei-Director zu Regensburg. Diein der Grafschaft Mansfeld vorgekommenen: Johann Jacob v. Keil,Herr auf Augsdorff, gest. 1750 und der Sohn des Bruders desselben,Carl Gottwald v. K., welcher 1751 Herr auf Ermsleben war und welchedas angegebene "Wappen führten, sind vermuthlich Nachkommen desDiploms-Empfängers.
Megerle v. Mühlfeld , Erg. Bd. S. 335.— N. Pr. A.-L. V. S.267. - Freih. v. Ledebur, I.S. 421.
Keissler, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom v. 9. März1846 für Anton Keissler, k. k. pens. Obersten, mit dem Prädicate: Ed-ler v.
Haudsclir. Notiz.
Keitli, Freiherren und Grafen (Schild silbern, ohne Bild, mit ro-them, drei goldene Pfähle zeigenden Schildeshaupte). Eins der älte-sten und angesehensten, schottländischen Geschlechter, welches schon1010 die Erbmarschiallswürde erhalten hatte und welches im vorigenJahrhunderte namentlich durch zwei Brüder bekannt geworden ist. Ja-cob Graf Marishall von Schottland, Lord Keitli und Altree, oder wiederselbe sich schrieb: Jacob Keitli, geb. 1696 in Schottland — einSohndes Grafen Wilhelm Marishall Lord Keith und Altree aus der Ehe mitLady Maria Drumond, Tochter des Grafen Perth — früher als Anhängerdes Prätendenten von Grossbritannien k. span. Oberst, später k. russ.General en Chef der gegen die Schweden fechtenden Truppen, trat,nachdem er 1749 von seinem Bruder, der zu den grössten Verehrernund zu den Freunden des Königs Friedrich H. von Preussen gehörte,besucht worden war, als Generalfeldmarschall in die k. pr. Armee,wurde 1749 Gouverneur von Berlin, kam später durch die ersten Jahredes siebenjährigen Krieges zu hohem'Ruhme und fiel am 14. Oct. 1758in der Schlacht hei Hochkirch. Der erwähnte Bruder desselben, GeorgGraf Marishall v, Schottland, Lord Keith und Altree, gewöhnlich LordMarshall genannt, war von 1754 bis 1766 Gouverneur von Neufchatelund Valengin und starb als k. pr. Staatsminister 25. Mai 1778 zuPots-dam. — Eine andere Linie des alten schottischen Stammes Keith kamaus Schweden nach Pommern. Andreas Keith Lord undBaron v. Ding-wall, verliess 1568 Schottland und wurde 1593 in die schwedischeReichsritterschaft als Freiherr aufgenommen. Der Sohn seines Bru-