Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
46
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Kay, s. Kyau.

Kaymund v. Kellersperg, Freiherren. Erbl. - österr. Freiherrn*stand. Diplom von 1728 für Johann Bernhard und Andreas Kaymundv. Kellersberg, Yettern.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 69.

Kayn, Kain, auch Grafen. Reichsgrafenstand. Diplom vom De-cember 1636 für Melchior v. Kain, kais. Reichshofrath. Altes, meis-sensches, meist im Stifte Naumburg begütert gewesenes Adelsgeschlecht,dessen Stammsitz wohl Kaina bei Zeitz war und welches zu Rehmsdorf,Takau, Mutschau, Neuhöfen, JPredel, Zangenberg etc. sass. Albrecht,Heintze, Siverd undBerld v.Koyne wurden 1405 mit Remsdorff (Rehms-dorf) beliehen, jedoch beginnt Yal. Koenig die ordentliche Stammreiheerst mit Hans v. Kayn auf Takau etc., welcher 1495 das RittergutMutschau kaufte. Ein Urenkel desselben, Hans II., war Herr aufRehmsdorf und Predel und von seinen Söhnen setzte Heinrich aufRehmsdorf den Stamm fort. Von Letzterem entspross Hans IY. aufRehmsdorf, fürstl. sächs. Hof-Justitien- und Consistorial-Rath undStifts-Hauptmann und Landschafts-Director zu Naumburg und von die-sem stammte Carl Gottfried v. K., welcher 1715 als k. poln. und kur-sächs. Capitain starb und zwei Söhne hinterliess. In der ersten Hälftedes 18. Jahrh. stand auch in grossem Ansehen: Georg Rudolph v. K.auf Auligk bei Pegau, fürstl. sachs. und zeitz. Vicecanzler, Consistorial-Priisident und Oberhof-Gerichtsassessor zu Leipzig, welcher 1715 bc-vollm. Gesandter wegen der Lehns-Empfängniss am k. k. Hofe war,1726 fürstl. anh.-zerbst. Geb.-Ratb, Vice-Canzler undConsistorial-Prä-sident wurde u. nach einigen Jahren stai'b. In der zweiten Hälfte des18. Jahrh. wurde der Stamm an Sprossen ärmer und v. Meding sagte1791, dass derselbe auf den Abgang stehe, doch soll das Geschlecht,ohne dass Näheres bekannt ist, noch 1808 vorgekommen sein. "Wasnoch den oben erwähnten Grafen Melchior anlangt, so gehörte derselbezu dem Hause Predel. Wissgrill schreibt den Namen: Melchior Kainvon Predel auf Wolkenstein und sagt, dass er aus Steiermark, seinerAbkunft nach aber aus Meissen, nach Oesterreich gekommen sei. Nach-dem derselbe die Güter Azgerstorf und Giesing gekauft, wurde er 1617als niederösterr. Landmann unter die alten Ritterstandsgeschlechter auf-genommen, erwarb um 1623 die Herrschaft Hof an der March und er-langte als Graf 1639 die Aufnahme in den niederösterr. Herrenstand.Aus zweiter Ehe mit Rosina Freiin v. Saurau stammten zwei Söhne, dieGrafen Ferdinand Sigismund und Johann Franz, von welchen Letzterer30. Nov. 1709 zu Wien starb. Von einem Weiterblühen des Geschlechtsin Oesterreich ist nichts aufzufinden.

Val. König, gen.-histor. Besclir. der v. Kayn, 2 Bogen. Gauhe, I. S. 973 u. 974.Estor , Ahnenprobe, S. 401'. Wissgrill, V. S. 4 u. 5 : Kain, Grafen. Freih. v. Ledebur,I. S. 420. Siebmacher, I. 156: v. Kain, Meissnisch. v. Meding . III, S. 319 n. 320.

Kayser (Schild der Länge nach von Roth und Silber getheilt undin jeder Hälfte drei unter einander stehende Rosen von gewechseltenFSrben). Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 28. Febr. 1731für Catharina Juliana Kayser bei Gelegenheit ihrer Vermählung mitdem damaligen k. pr. Major v. Ilautckarmoi.

v. Hellbach, I. S. 642. N. Pr. A.-L. V. S. 267. Freih. v. Ledebur, .1. S. 420.