historischen Halt zu sein und diese Annahme ist vielleicht, wie schonGaulie vermuthete, durch das Wappen: in "Roth eine silberne, oder inSilber eine rothe Lilie, hervorgerufen worden. — Das Geschlecht sassin Meklenburg bereits 1404 zu Gross- u. Ivlein-Üratöw, 140f! zu Gutow,1444 zu Lanckwitz u. Rambow 11. 1450 zu Gross- u. Klein-Plasten, er-warb im 16., 17. und 18. Jahrli. mehrere andere Güter und kam noch1789 zu Plasten, 1791 und später zuDratow, 1801 zu Sophienhoff und1811 zu Gudow vor. Das Stammhaus in Pommern war Pentin unweitGreifwalde,' welches Gut noch 1640 der Familie zustand. — Von denSprossen des Stammes sind Mehrere in Meklenburg u. Prcussen zu ho-hen Ehrenstellen gelangt. August Emst v.„Kamptz starb 1817 als k.pr. Generalmajor u. Carl Albert Christoph Heinrich v. Iv., geb. 1769zu Schwerin u. gest. 1849, k. preuss. Geh. Minister, Justizminister etc.,brachte in seiner hohen Stellung u. als einer der thätigsten juristischenSchriftsteller dem alten Stamme neuen Glanz. Von den neueren Fami-liengliedern in Meklenburg ist namentlich Adolph Friedrich Christianv. It., welcher noch 1859 grossli. meklenb.-strelitz. Oberhofmeister war,zu erwähnen, auch stand in den letzten Jahren nach dem Militair-Sche-mat. d. österr. Kaiserth. Ludwig Kamptz v. Dratow als Rittmeister imk. k. 6. Dragoner-Regimente. — Was noch den neueren Besitz der Fa-milie im Kgr. Preussen u. zwar in. Schlesien anlangt, so gehörte 1857das Gut Schiatzmann im Kr. Glogau in das Erbe des k. preuss. Majorsa. D. v. K. u. Eduard v. K., k. preuss. Hauptmann a. D. war Herr aufNieder-Harpersdorf im Kr. Goldberg-Hainau.
Micrael , S. 33S. — v. Pritzbuer, Nr. 63. — Gauhe , I. S. 320. — v. Ii ehr , Rer. Meckl.L. 8. S. 1609. — N. Pr. A.-L. III. S. 68 u'. 69. — Frcih. v. Ledebur, I. S. 413 it. III. S. 284.— Siebmacher., III. 158: Die Camzen, Pommerisch. — v. Westphalen, Mon. iäed. IV. Tab. 20.Nr. 90: SIg. Dieterici Kampzeit von 1540. — v. Meding, I. S. 268 u. 269. — Meklenb. W. B.Tab. 21. Nr. 86 u. S. 3 u. 24. — Masch, Meklenb. Adel etc. Schwerin, 1858. S. 16.
Kandier, Ritter. Reichsadels- und Ritterstand. Diplom im kur-pfälz. Reiclisvicariate vom 2. Sept. 1790 für Caspar Kandier, kurpfälz.Hofr. und Prof. der Rechte zu Ingolstadt, zur Belohnung der wider dieIlluminaten in Ingolstadt geführten Untersuchung. Derselbe wurde alsk. bayer. Hofrath etc. später in die Adelsmatrikel des Kgr. Bayern ein-getragen.
t>. Lang, S. 397. — VV.-B. des Kgr. Bayern, VI. 43.
Kandorffer. Steiermärkisches Adclsgeschlecht, welches von derMitte des 14. Jahrb. an bis gegen die Mitte des 17. Jahrb. blühte. Umletztere Zeit erlosch dasselbe mit Andrä K.
Schmutz, II. S. 187.
Kaniball. Ein früher zu dem landsässigen niederösterr. Ritter-stande gehörendes Geschlecht. Andreas Kanibal, dessen Vater mit K.Maximilian I. aus den Niederlanden nach Oesterreich kam, erhielt alskais. Oberst u. Arciuebusircr-Garde-Hauptmann 1542 die Erneuerungu. Bestätigung seines alten Adels und Wappens. Der Sohn desselben,Balthasar K., war 1560 und 1568 mit Hauskirchen begütert und demlandsässigen adeligen Geschlechtern einverleibt. Von seiner etwaigenNachkommenschaft ist nichts bekannt. Nach Friedeshaim, Verzeichn.der N. Oest. lands. adel. Geschlechter, ist der Stamm 1595 erloschen.
Wissgrill, V, S. 19 u. 20.