Druckschrift 
4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
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Schwester nach dem Diplome in einem viereckigen Schilde (dem s. g.Rauten-Schilde) verliehen.

Hanclschriftl. Notiz. Freiherr v. Ledebur , I. S. .04. Borst, Allgem. W.-B. II. S. 29und 30. W.-B. d. Sachs. Staaten, VI. 54.

Jungen, /um Jungen, de Juveui, auch Freiherren (in Roth drei übereinander liegende, die Stürzen rechtskehrende, silberne Jagdhörner,jedes derselben mit einer goldenen, einmal über sich geschlungenenSchnur geziert und da, wo diese befestigt ist, so wie an der Mündungund Stürze golden beschlagen). Reichsfreiherrnstand. Bestätigungs-diplom von 1708 für Johann Hieronymus Treib, v. und zum Jungen,k. k. Feldmarschall-Lieutenant und für den Bruder desselben, JohannMaximilian Freih. v. u. z.J.Altes, rheinläudisches Adelsgeschlecht,welches, wie Humbracht angiebt, der Sage nach aus Ungarn stammenund in der Person des Henrich zum Jungen, welcher dem K. Frie-drich I. in Italien gut und treu gedient, 1173 zu Verona den Adel er-halten haben soll. Die Nachkommen Hendrichs lebten anfangs inMainz, nahmen von ihren Häusern verschiedene Beinamen an und soentstanden mehrere, im 16. Jahrh. erloschene Linien. Im 14. Jahrh.hatte sich ein Zweig aus Mainz nach Oppenheim gewendet und zudemselben gehörte Heintz zum Jungen, Ritter, Schultheiss u. Amt-mann zu Oppenheim, welcher urkundlich noch 1372 als kaiserlicherRath vorkommt. Von seinen drei Söhnen erhielt der gleichnamigejüngste Sohn die Aemter des Vaters und wurde 1375 zugleich derrheinischen Städte Oberst. Der älteste, Petermann zum Jungen, er-langte 1356 für sich und das ganze Geschlecht ein kaiserliches Be-stätigungsdiplom des der Familie zustehenden Adels u. der mittelsteSohn, Goetz zum Jungen, war Herr auf Neuen-Wolffstein, verkaufteaber 1377 dieses Gut an Kurpfalz. Ein Enkel des Letzteren warnach älteren Schriftstellern der nicht genug zu preisende Erfinderder Buchdruckerkunst: Johann Guttenberg zum Jungen, geb. gegenEnde des 14. Jahrh. und gest. 1468, welcher von neueren Schrift-stellern nicht mit diesem, sondern mit dem Namen: Henne (Johann)Gensfleisch, genannt Gutenberg mit der Angabe aufgeführt wird, dassderselbe aus einer alten, angesehenen Patricier-Familie zu Mainzstammte, welche in zwei Hauptlinien: die Gensfleisch-Sorgenlochscheund die Gensfleisch-Gutenbergsche zerfiel u. dass derselbe, wie schonder Name beweise, zu letzterer Linie gehört habe. Das etwaigegenealogische Yerhältniss des gensfleisch'schen Geschlechts zu demGeschlechte zum Jungen muss dahin gestellt bleiben, doch scheintErsteres ein Zweig des Letzteren, welches, wie angegeben, so ver-schiedene Namen annahm, gewesen zu sein, da ja mehrfach ältereSchriftsteller u. auch Humbracht den genannten Johann zu dem Ge-schlechte zum Jungen gerechnet haben. Eine nochmalige Bestäti-gung des Adels der Familie erhielt 1430 Peter zum Jungen und Ottozum Jungen Hess sich mit anderen vom Adel zu Frankfurt a. M. nie-der und starb daselbst 1483. Später brachte Johann Gottfried zumJungen, kaiserl. Oberst, Ober-Jägermeister des Erzh. Leopold undCommandant zu Passau, welcher noch 1637 lebte, den Freiherrnstand