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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
Entstehung
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Agnaten desselben und böhmischer alter Freiherrnstand: Diplom von1726 für Franz Friedrich H. v. A., Regierungsrath zu Neisse.Einsder ältesten und angesehensten schlesischen Adelgeschlechter, überdessen in eine dunkle Zeit fallenden Ursprung, so viel auch über den-selben, und zwar von den Weifen oder Guelphen und mit vielen Sagendurchzogen, Buceliui, Carpzov u. A. angeführt haben, Gewisses nichtbeizubringen ist. Wichtiger als Vermuthungen über den Ursprung derFamilie ist, da man nicht daran zweifeln kann, dass dieselbe einesehr alte sei, die Annahme, dass die alten Geschlechter Hund, (Hundt,Hunt, Hunth) auf ciuen gemeinschaftlichen Stamm zurückzuführensind, welcher um 1300 schon so zahlreich vertreten war, dass sichderselbe auf einem 1312 zu Regensburg gehaltenen Geschlechtstage inneun besondere Linien theilte, von denen jede noch einen besonderenNamen von einer ihrer Besitzungen annahm!, wodurch die Familiender.Hund und Altengrottkau, II. und Holtzhausen oder Iioltzliussen,H. und Lauterbach, H. und Saulheim, H. u. Wenckheim zum Alten-stein etc. entstanden sein sollen. Auf dem genannten Geschlechts-tage nahm der Sage nach Otto Heinrich v. Hund, vermählt mit einerFreiin v. Waldstein, den Beinamen Altengrottkau von dem im Kr.Grottkau in Schlesien ihm zustehenden Sitze dieses Namens an undwurde der Stammvater der hier in Rede stehenden Familie, welcheim Laufe der Zeit, in Schlesien, in der Lausitz, in Sachsen etc. ange-sessen, sich weit ausbreitete. Gewiss ist, dass Altengrottkau schon1363 u. noch 1591 der Familie zustand, dass dieselbe 1455 Fürstenauund Naselwitz besass, im 17. u. 18. Jahrb. in Schlesien u. der Oher-lausitz viele ansehnliche Güter inne hatte u. namentlich in den Häu-sern Boithmannsdorf im Neisseschen, Rausse im Liegnitzschen undUnwürde in der Lausitz blühte. Was ältere Sprossen des Stammesanlangt, so kommt Hentschil Hund urkundlich 1380 vor und Heinrichv. H. u. Altengrottkau wurde 1518 Burggraf zu Glatz u. 1525 Haupt-mann daselbst genannt, doch beginnt die fortlaufende Stammreiheerst mit Hildebrand v. Ii. u. A., fürstl. liegnitzischen Rath und Ritt-meister, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrb. Ein Ur-Ur-Enkel desLetzteren war Freiherr Hildebrand Rudolph, s. oben, welcher, wieangegeben, zu der später ausgegangenen Linie zu Rausse gehörte.Die beiden jetzt in Schlesien vorhandenen freiherrlichen Linien,von denen die zweite im Mannsstamme erloschen ist, gründete Frei-herr Franz Friedrich, s. oben. Derselbe jüngerer Sohn desFranz Sigismund v. H. und A., Herrn auf Boithmannsdorf, Kosel,Brucksteine und Rathmannsdorff, bischöfl. Raths zu Breslau u. Haupt-manns zu Ottmachau folgte dem Vater im Besitze der genanntenGüter und der Hauptmannswürde zu Ottmachau und Johannisbergu. war mit Hedwig v. Rottenberg vermählt. Der neueste Personal-bestand seiner Nachkommen in beiden Linien ist folgender: I. Linie:Freiherr Alexander, geb. 1803 - Sohn des 1850 verstorbenen Frei-herrn Emanuel aus der Ehe mit Anna v. Maubeuge Haupt derLinie, Mitbesitzer des Lehenguts Boithmannsdorf im Kr. Grottkau,verm. 1829 mit Luise Mathilde Beck, aus welcher Ehe, neben einer