— 164 —
Der Sohn desselbeu, Gerhard v. H., kommt 1703 am Ii. meklenb. Hofezu Schwerin als Oberschenk vor und setzte den Stamm fort. Die Fa-milie, welcher in Siebmacher's Wappenbuche der freiherrliche Titelbeigelegt wird, besass im 16. u. 17. Jahrb. mehrere meklenburgischeGüter so wie Wendelstein im Querfurthschen> 1697 und hatte dasGut Gottesgabe, auf welchem es schon 1633 sass, noch 1772 inne.Spätere Besitzungen sind nicht bekannt.
Micruel , 8. 37. — Gatihe , I. S. 750 u. 751. — Klüoer , Beschreib, d. H. Meklenburg, S.615, — N. Pr. A.-L. II. 8. 322. — Freiherr v. Ledebur, I. S. 312. — Siebmacher, V. 20:Freih. v. H. — v. Meeting, I. 8. 223 und 204. — Meklenb. W.-B. Tab. 20 Nr. 71 u. S. 22.
Halblinker v. Festwill, Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand.Diplom vom 4. Juli 1854 für Anton Halbhuber, k. k. Geh.-Rath,Landes-Präsidenten des Herz. Ober- und Nieder-Schlesien, Chef derk. k. Steuer-Direction, Präsidenten der k. k. Grundeutlastungs-Fonds-Direction etc., mit dem Prädicate: v. Festwill. Derselbe, geb. 1809,vermählte sich 1842 mit Franzisca Romaglouo, geb. 1825, aus wel-cher Ehe, neben zwei Töchtern, Franzisca, geb. 1844 u. Clemeiitine,geb. 1848, zwei Söhne stammen: Carl, geb. 1846 und Theodor, geb.1847.
Geneal. Tascheub. der treib. Hänser, 1861. 8. 271 und 272 und 1862. S. 336.
Ilalbrittcr r. Kittersburg. Reichsadelsstand. Diplom vom 18. März1720 für Adam Ernst Halbritter, markgr. Ouolzbachischen Amtmannzu Hartheim, mit dem Prädicate : v. Rittersburg. Der Stamm blühtefort und bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern wurde einUrenkel des Diplom-Empfängers, Ernst Franz Johann Alexander H.v. R., geb. 1775, k. bayer. Landes - Directiousrath der Regierungs-kammer in Würzburg, in dieselbe eingetragen.
v. Lang, Suppleui. S. 105. — YV.-B. d. Kgr. Bayern, V. 88. — v. Hefner, bayer. Adel,Tab. 04 und 8. 81.
llalcke (in Blau, nach Anderen in Gold drei Mörsern ähnlicheGefässe). Ein zu den adeligen Salzjuukern der Stadt Stassfurth schon1446 gehörendes Geschlecht, welches nicht mit dem Berliner Patri-eiergeschlechte v. Halke zu verwechseln ist. Heinrich v. H. besass1550 ein Rittergut zu Mylau im Voigtlande; Anton Friedrich v. H.,Herr auf Rothensee und zu Stassfurth begütert, begab sich, nachdemim Kriege sein Gut verwüstet, 1629 mit seiner Familie nach Magde-burg und kam 1631 bei Eroberung dieser Stadt an der Seite seinerFrau um. Die Wittwe, Anna v. Böltzig, welche vom Tode gerettetwurde, starb 1664 in Kothen. Der Sohn derselben, Anton Friedrichder Jüngere, wurde Ober-Stallmeister der verw. Kurfürstin Magda-lena Sibylla zu Sachsen. Von ihm soll, wie Gauke annimmt, GustavGeorg Freih. v. llalcke, Fürstl. hessischer Staatsminister und Re-gierungs-Präsideut, gest. um 1731, gestammt haben, doch gehört der-selbe wohl in die Familie v. Halke, auch ist "das Todesjahr nichtrichtig, s. unten den Artikel: v. Halke. Mit Hans Christoph v.Halcke,welcher 1733 k. preuss. Capitain in Potsdam und zu Stassfurth nochbegütert war, ist später der hier in Rede stehende Stamm v. Halckeausgegangen.
Uuuhe, I. S. 751. - N, Pr. A.-L II, S. 322. - Freih. v. Ledebur, I. S. 312. — Sieb-tnaeher, I. 169".