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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
Entstehung
Seite
147
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erlosch um 1740 mit dem berühmten Johann Hugo v. H. z. M., Reichs-Hofraths-Priisidenten, k. k. w. Geh.-Rathe, Reichs-Couferenzministerelc., welcher sich auch als Schriftsteller, namentlich durch sein 1736in Wien erschienenes Werk: Decisionuni Imperator. Syntagma be-kannt gemacht hatte. Zu den durch seinen Tod eröffneten Lehenmeldete sich unvermuthet ein Sprosse der Brabanter Linie, ein Che-valier de la Häge aus Lothringen und folgte auch wirklich im Lehen,besass aber, wie angegeben wird, die Herrschaft Motten nur wenigeJahre und starb dann kinderlos. Wahrscheinlich konnte über dieseLehnsanmeldung erst nach längerer Zeit entschieden werden, dennnoch bis 1770 stand Herrschaft und Schloss Motten dem Stamme zu.Später kommt der Name nicht mehr vor.

Hwm.br acht, Tab. 34. Gauhe, I. S. 740 u. 741. v. Hattstein, I. S. 1 .*>6. Freiherrv. Krahne, II. «S. 58. N. Fr. A.-L. II. S. 316. Freih. v. Ledebur, I. S. 308. Sieb-maoher, V. 127: Rheinländisch. Fuldaischer Stiftscalender. v. Meiling, I. S. 221 u. $22.

Hagen v. und zu l'ribern (in Blau ein schrägrechts liegender, obenund unten abgehauener, an jeder Seite dreimal gleichseitig geasteter,dünner Stamm, von drei rothe.n Krebsen so beseitet, dass alle dreiauf denselben zugehen u. der Kopf des einen gegen den linken Ober-winkel, die Köpfe der beiden andern aber nach dem rechten Unter-winkel <Jes Schildes schräg gekehrt sind). Altes, schlesisches Adels-geschlecht, zu welchem Franz v. Hagen, 1469 der FürstenthümerSchweidnitz u. Jauer Landeshauptmann unter dem Könige Georg inBöhmen, gehörte. Der Stamm ist wohl schon im 16., oder im Anfangedes 17. Jahrb., ausgegangen, denn genaue weitere Nachrichten überdenselben finden sich bei den schlesischen Chronisten nicht.

Sinapius, I. S. 43*2 u. II. S. 658. Siebmachen, II. 52. v. Meding, I. S. 227.

Ilagenau, Ilagenowe, Ilagenawe (im Schilde auf einem kleineu Hü-gel ein verdorrter Baum). Eins der ältesten Adelsgeschlechter Nie-der-Oesterreichs, von welchem noch zu Wissgrills Zeiten im ViertelOber Wiener-Wald, unweit Kasten u. Böheimkirchen, bei dem kleinenOrte Hagnau oder in der Hagenau mit einer Kirche zu St. Peter, einigeBruchstücke als Ruinen eines längst verfallenen Schlosses zu sehenwaren. Nach Urkunden, in welchen Sprossen des Stammes als Zeu-gen auftreten, war das Geschlecht auch in Oesterreich ob der Ennsund in Bayern verbreitet. Nach Wigul Hund hatten die Herren vonHagenau aus dem Lande ob der Enns in alter Zeit Lehen von derGrafschaft Neuburg am Inn. Gumpoldus Nobilis de Hagenowe lebteum 1090, der Sohn desselben, Luitold, verschallte 1157 dem Gottes-hause zu Subn etliche Güter und Wernhard v. piagenau kommt um1185 vor. Dieselben werden nebst Anderen als die ältesten desStammes in Bayern genannt. In Oesterreich lebte schon im 11. Jahrb.Reginbertus v. Hagenau und tleyde, dessen Hausfrau Helena Grf. v.Stille und Heft war, aus welcher Ehe zwei Söhne, Hartwic und Re-ginbert der Jüngere, stammten. Letzterer war erst Chorherr, dann1130 Propst des Stifts St. Pölten in Niederösterreich u. wurde 1138Bischof zu Passau, welches Bisthum er bis zu seinem 1147 erfolgtenTode verwaltete, Hartwic aber, oder Hertwich v. Hagenakl, pflanzteden in St. Pöltenschen Urkunden oft genannten Stamm fort, welcher

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