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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
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von 1703 Moritz Friedrich v. Haagen L. B. ab Hageneck bekanntsind.

Bucelini, P. III. Gaulie, I. S. 739. Siebmacher , III. 88: Hagen zu Hageuegg,Kärntner liitterstand. v. Meding , I. S. 219 u. 220.

Hagen zur Motten, Freiherren und (trafen (in Gold ein rother Quer-balken, begleitet von fünfzehn rothen, querliegenden Schindeln, vondenen neun in zwei Reihen, 5 u. 4, über und sechs in drei Reihen, 3,2 und 1 , unter dem Balken liegen. Auch kommen achtzehn Schin-deln, nämlich sowohl über, als unter dem Balken neun, 5 und 4, vor).Reichsfreiherrn- und Grafenstand. Altes, rheinläudisches Adelsge-schlecht, welches im Triersehen und in Lothringen begütert wurde u.rhit dem Beinamen: zur Motten, von einer Besitzung unweit Saarlouis,zuerst um 1359 vorkommt. Humbracht beginnt schon 969 mit Thö-ring v. Ii. die fortlaufende Stammieihe. Von den Nachkommen desLetzteren treten 1305 Friedrich und Heinrich urkundlich mit demlateinischen Namen de indagine auf, ein Name unter welchem auchältere Sprossen der in den vorstehenden Artikeln erwähnten altenGeschlechter v. llagen in Urkunden mehrfach vorkommen, was eben-falls für die angeführte Annahme eines gemeinschaftlichen Stammes,aus welchem diese Familien entsprossten, sprechen dürfte. DerUrenkel Friedrichs, Johann, Herr zur Motten, wurde ein Aelter-Va-ter Bernhards, 1. U. D., Erzbisch, und Kur-Trierschen Kanzlers undDom-Propstes, welcher 1530 mit dem Kurfürsten bei dem Reichs-tage zu Augsburg war und ein Grossvater Friedrichs, Amtmanns zuPfaltzel, dessen ältester Sohn, Johann Ludwig, 1547 als Erzbischofund Kurfürst zu Trier starb. Der dritte Sohn, Heinrich, Herr zurMotten, Eppelborn, Sassenhein], Hollenfels u. Bandeville, hinterliessunter anderen Söhnen den 1589 verstorbenen kaiserlichen Statthal-ter zu Trier und lothringischen Amtmann zu Schamburg, dessen Bru-ders Sohn, Georg Heinrich, Herr zu Eppelborn, Sassenheim, Motten,Clotten und Hollenfels 1590, von lothringischen Soldaten ermordetwurde. Um diese Zeit lebte auch Johann Niclas, Nassau. Ober-Amts-mann zu Saarbrücken, dessen Sohn, Johann Bernhard, NassauischerGeh.-Rath wurde. Des letzteren Bruders Sohn, Hans Heinrich, brachteden Freiherrnstand in die Familie und setzte den Stamm durch vierSöhne fort, von denen der älteste, Johann Wilhelm Ludwig, kurtrier-scher Ober-Hofmeister war. Gegen Ende des 17. Jahrb. blühte eiueLinie des freiherrl. Stammes in Kursachsen, deren Haupt sich 1699:Carall Emmerig Freih. H. z. M. unterzeichnete und zu dieser Liniegehörte der noch 1734 vorkommende kursächs. w. Geh.-Rath Freih.v. H. z. M., dessen Bruder, Johann Hugo, 1728 als Dom-Propst zuEi hstädt und Domherr zu Speier aufgeführt wird. Ein aus denRheinlanden nach Brabant gekommener Zweig, welcher den Namen:v. Hagen und Esbuehe oder von Haegen und den Vicomten - Titelführte, hatte fortgeblüht und zu demselben gehörte einVicornte v. H.,welcher als CanZler von Brabant 1739 im 84. Jahre starb: es warderselbe wohl der 1737 als Präsident des höchsten Raths von Brabantgenannte Graf v. Hagen. Die Hauptlinie der Hagen zur Motten