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Colonie zu Magdeburg, trat 1757 als Freiwilliger in die k. preuss.Armee ein, wurde dem Könige Friedrich II. bekannt und in das Ge-folge desselben aufgenommen. Von 1763 an war er immer um denKönig und besass dessen volle Gnade, bis er, im Havellande begütert,13. Mai 1775 zu Potsdam als Oberst und ehemaliger Chef eines imsiebenjährigen Kriege sehr bekannt gewordenen Freiregiments starb.Der ihm beigelegte Name: v. Quintus Icilius war dadurch entstanden,dass Guichard, mit welchem, seiner Gelehrsamkeit wegen, sich KönigFriedrich II. gern unterhielt, denselben, welcher den im Pölybiusvorkommenden Centurio Ilicius fälschlich Icilius nannte, verbesserte,nach welcher Verbesserung ihm der Name: v. Quintus Icilius beige-legt wurde. — Der Stamm desselben blühte fort: ein Enkel kam inneuerer Zeit als k. hannov. Amts - Assessor zu Fallingbostel vor undFriedrich G., genannt v. Quintus Icilius, wohl ein Sohn des Letzte-ren, trat 1849 als Officier in die k. hannov. Artillerie ein.
N. Fr. A.-L. IV. S. 7(i. — Freih. v. cl. Knesebeck , S. 232. — Frei/r. v. Ledebur, II. S.243. — W -B. d. Kgr. Hannover, F. 3 u. S. 7. — Kneschke, II. S. 197. — Illüstt. Adelsrolle,I. Tab. 27, N. 4 und S. 154.
Guioiiiicau. .Ein zu der französischen Colonie in Berlin gehören-des Adelsgeschlecht. Ludwig August v. G. starb 1829 als k. preuss.Generalmajor a. D. und ein Sohn desselben trat. 1827 als k. preuss.Oberstlieut. aus dem activen Dienste.
N. Pr. A.-L. II. S. 320. — Freih. v. Ledebur, I. S. 29S.
Guiot du Pollteil, Grafen. Im Kgr. Bayern anerkannter Grafen-stand. Altes, seit dem 14. Jahrb. bekanntes französisches Adelsge-schleeht aus Limousin, einer der Provinzen des Innern. Die fortlau-fende Stammreihe beginnt mit Pierre Guiot ecuyer seigneur Dasnieres,'welcher 1333 mit Asnieres belehnt wurde. Das Geschlecht führte inFrankreich den Titel Marquis, nahm aber, nachdem es nach Deutsch-land ausgewandert, auch den Grafentitel an. — Die jetzigen Familien-glieder sind Nachkommen des 1814 gestorbenen Marquis Johann v.Guiot du Ponteil und das Haupt der Familie ist der ältere Sohn des-selben: Marquis Heinrich, geb. 1789, k. bayer. Kämm. u. pens. Ge-neralmajor, verm. mit Mathilde Freiin v. Gumppenberg-Peuerbach,geb. 1791, aus welcher Ehe zwei Söhne stammen: Carl, geb. 1820,k. bayer. Hofprediger an der Allerheiligen Hofkirche und Ehren-Ca-nonikus zu München, und Alexander, geb. 1824, k. bayer. Oberlieut.ä la suite, verm. mit Stephanie v. Frölich, geb. 1830. — Von demBruder des Marquis Heinrich: Carl, gest. 1859, Präsidenten des Ap-pellationsgerichts in Mittelfranken, entsprossten aus zweiter Ehe mitWilhelmine Freiin v. Schwerin, geb. 1806, zwei Söhne: Emanuel,geh. 1834 und Heinrich, geb. 1837.
Deutsche Grafenh. cl. Gegenw. III. S. 154 u. 155. — Geneal. Taschenb. der gräflichenHäuser, 1862. S. 319 und 320 u. histor. llandb. S. 286. — W.-B. d. Kgr. Bayern, IX. 82 u.X. 51.
Gulat v. Wellcnbiirg, Ritter, Erbländ.-österr. Adels- und Kitter-stand. Adelsdiplom von 1800 für Daniel Gulat, Oberamtsrath zuOr-tenau und Ritterstandsdiplom von 1816 für Denselben als grossherz.bad. Staatsrath, wegen der während seiner Oesterreichischen Dienst-anstellung erworbenen Verdienste, mit dem Prädicate: v. Wellenburg.