(.initiier, auch Freiherren (adeliges Wappen : in Blau ein aus natür-lichen Wolken am linken Schildesrande hervortretender, die geschlos-sene Faust nach rechts u. oben haltender, geharnischter Arm u. frei-herrliches, ganz verändertes Wappen : in Gold ein schrägrechter mitdrei silbernen Sternen belegter, schwarzer Balken). Adels - u. Frei-herrnstand des Königr. Preussen. Adelsdiplom vom 9. Aug. 1778 fürCarl Ludwig Günther, k. preuss. Rittmeister im Husaren - Regimentev. Belling und Freiherrndiplom von 1798 für Denselben als k. preuss.General - Lieutenant, Chef des Bosniaken - Regiments etc. mit demWappen der meissenschen Familie v. Günther, s. den vorstehendenArtikel. — Der Diploms-Empfänger, welcher noch 1780 im Neustet-tinsclien Kreise die Güter Dick , Hammer und Steinfort besass, starb22. Apr. 1803 und Nachkommen werden nicht angegeben. — Dahei Ertheilung des Freiherrnstandes das früher adelige Wappen ganzverändert wurde , so muss man annehmen, dass der General-Lreuten.Freiherr v. Günther seinen Ursprung aus der meissenschen Familiedieses Namens hergeleitet habe und dass deshalb ihm später wiederdas Stammwappen ertheilt worden sei.
Pantheon d. Preuss. Heeres, I. S. 317. — Das Leben des General-Lieut. C.L. v. G. vondem General-Lieut. a. D. v. Boyen, Berl. 1835. — N. Pr. A. L. II. S. 300. — Freih. v. Lede-bur, I. S. 300 und III. S. 269. — W.-B. d. Preuss. Monarch. II. 39: Freih v. G. u. III. 35:v. G. — Kneschke, IV. S. 166.
Günther (Schild geviert: 1 und 4 in Gold ein rechtsgekehrter,schwarzer Löwe und 2 und 3 in Silber ein blauer Sparren, oben vonzwei blauen Lilien und unten von einem blauen Sterne begleitet).Kur-Pfalz-Bayer. Adelsstand. Diplom vom 13. Apr. 1779 für Fried-rich Caspar Günther, kurpfäiz. Geh. Regierungs- und Ober-Appel-lations-Rath und zweiten Archivar in Manheim. Derselbe , späterkurpfäiz. Geh.-Rath und Kreisgesandter in Frankfurt a. M., hatte daserwähnte Diplom erhalten, als er dem Grafen v. Törring bei demFriedenscongresse in Teschen als Legationsrath beigegehen wordenwar. - Die beiden Söhne desselben, Carl Theodor v. G., geb. 1770,k. b'ayer. Kreisrath des Oberdonaukreises und Franz Carl Joseph v.G., geh. 1771, Stadtpfarrer zu Spalt, wurden mit ihres verstorbenenBruders, Friedrich Christian v. G., Sohne: Friedrich Joseph v. G.,geb. 1789, bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in die-selbe eingetragen.
v. Lang, S. 361 u. 362. — W.-B. d. Kgr. Bayern, V. 81. — v. Hefner, bayer. Adel, Tab.92 u. S. SO. — Kneschke, IV. S. 165.
Günther (Schild geviert: 1 und 4 in Roth ein goldener Ring und2 und 3 in Blau ein silberner Ring). Ein nur dem Wappen nach be-kanntes Adelsgeschlecht.
Suppl. zu Siebmachers W.-B. XI. 23.
Günther v. Sterneck, s. Gündter v. Stern egg, S. 94.
Güntherslehen. Altes, thüringisches, auch unter dem NamenGunderichsleiben vorgekommenes, längst erloschenes Adelsgeschlechtaus dem gleichnamigen, eine und eine halbe Stunde von Gotha ge-legenen Stammsitze.
Brückner, Kirch.- u. Schul. Staat d. H. Gotha. I. 2. Stck. S. 133 u. 135, 5. Stk. S. 11und III. 4. Stck. S. 44.
Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. IV. ' 7