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Güntcrslcbcn, Güntliersleben. Altes Adelsgeschlecht der Neumarkund Pommerns, welches schon 1283 den gleichnamigen Sitz im jetzi-gen Kreis Soldin inne hatte und schon im 14. Jahrh. und später sehransehnliche Besitzungen in der Neumark und in dem augränzendenTheile Pommerns erwarb und noch im 18. Jahrh. mehrere Güter be-sass. Der alte Stamm, welcher auch nach Liefiand u. Schweden ge-kommen war, erlosch 30. Dec. 1799 mit dem k. preuss. OberstenGeorg Wilhelm v. Güntersberg. Derselbe hatte 1787 seinen natür-lichen Sohn, August Gottlieb G., mittelst königl. Bestätigung, mit derErlaubniss zur Führung des adeligen Namens u. Wappens, legitimirt,doch ist nach Allem auch dieser neue Zweig erloschen.
Micrael , Buch VI. — Gauhe , I. S. 722 u. 722. — Dithmar , S. 42 u. 61. — Brüggemann,I. Hptst. 2. N. Pr. A.-L. 11. S. 200 u. 301. — Freiherr v. Ledebur , I. S. 299 u. 300. u. III.S. 268 u. 269. — Siebmacher , III. 157. — Pommernsches W.-B. I. Tab. 6. u. S. 12.
Günther, Freiherren (Schild geviert, mit gekröntem, goldenen,einen linkssehenden, schwarzen Adler zeigenden Mittelschilde. 1 inRoth auf grünem Dreiberge ein einwärts schreitender Tiger; 2 inBlau ein silberner Querbalken, begleitet von drei, 2 und 1, goldenenSternen; 3 in Blau ein goldener Sparren und 4 in Roth auf grünemDreiberge ein einwärts schreitender Löwe). Freiherrnstand d. Kgr.Bayern. Diplom vom 29. Sept. 1818 für Heinrich Paul WolfgangGünther, Grosshändler in Nürnberg und Herrn auf Defersdorf, Gleiss-haminer, Kornburg und Sorg.
v. Lang, Suppl. S. 45. — W.-B. d. Kgr. Bayern, III. 13 u. v. Wölckern, Abth. 3. — v.Hefner, bayer. Adel, Tab, 35 u. S. 37. — Kneschke, IV. S. 164 u. 165.
Günther, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1731 fürLamprecht Johann Günther, h. Württemb. Regierungsrath.
Megerle v. Mühlfeld , Ergänz.-Bd. S. 148.
Günther (in Schwarz ein goldener, in der rechten Pranke einesilberne Lilie haltender Löwe). Ein von Siehmacher zum schlesischenAdel gerechnetes, von Sinapius nur dem Namen und Wappen nachangeführtes Geschlecht.
Sinapius, II. S. 656. — Siebmacher, III. 93.
Günther (Schild geviert: 1 in Gold ein schrägrechter, mit dreiSternen belegter, schwarzer Balken; 2 in Silber ein die Sachsenrechtskehrender Adlersflügel; 3 in Silber drei rothe Querbalken und4 in Gold eine rothe Lilie). Reichsadelsstand. Erneuerungs-Diplomdes der Familie zustehenden Adels vom 4. October 1712 für denkursächs. Amtshauptmann und Oberforst- und Wildmeister zu Au-gustusburg, so wie Ober-Land-Fischermeister in Kursachsen v. Günther.Der Adel war durch kaiserl. Diplom v. 29. Nov. 1589 für Christophund Hieronymus Günther in die Familie gekommen u. dieselbe führtefrüher das von Siebmacher III. 138: Die Günther, Meissnisch, ange-gebene Wappen: in Gold ein schrägrechter, mit drei Sternen beleg-ter schwarzer Balken. Bei Erneuerung des Adels wurde dasWappen,wie angegeben, vermehrt. Die im vorigen Jahrh. in Kursachsen sehrbekannte, mit mehreren säcbs Adelsgeschlechtern verwandte Familieist schon lange erloschen.
Ilandschriftl. Notiz. — Tyroff , I. 261. — Kneschke, II. S. 196.