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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
Entstehung
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gang, welcher um 1451 lebte, sich Freiherr v. Gravenegg schrieb.Der Sohn des Letzteren, Friedrich, besass Eglingcn und Hesslingen,brachte auch Kattenburg an sich und starb 1492, nachdem ihm seineHausfrau, Dorothea v. Wellwart (Wöllwarth), drei Söhne geborenhatte. Der dritte dieser Söhne, Sixtus, kaufte von seinem Bruder,Wolfgang, Kattenburg und wurde Vater dreier Söhne, von denenChristoph ohne Nachkommen starb, Johann Ludwig aber und Fried-rich zwei besondere Linien stifteten, die Eglingensche und die Burg-bergische. Freih. Johann Ludwig bekam aus dem väterlichen ErbeEglingen und aus seiner Ehe mit Praxede v. Kaltenthal entsprossFreih. Ludwig, Herr zu Eglingen und Osterhofen, welcher 1580 mitHinterlassung dreier Söhne starb. Von denselben war Johann Lud-wig (II.) Domherr zu Eichstädt u. Augsburg u. Johann Ulrich bischüfl.Eichstädtscher Rath und Amtmann zu Arnberg, Otto Heinrich aber,Pfalz-Neuenburg. Kämm., Rath und Ober-Amtmann zu Höchstädt,hinterliess, neben einigen Söhnen, welche in den geistlichen Standtraten, den Freiherrn Johann Gottfried, Herrn in Eglingen u. Oster-hofen, zuerst Pfalzgrätl. Neuenburg. Rath, Kämmerer und Ober-Amt-mann zu Neuenburg u. später des Pfalzgrafen Philipp Wilhelm Ober-Hofmeister. Derselbe unterschrieb noch 1641 den Reichs-Abschiedund starb dann unvermählt als der Letzte seiner Linie. FreiherrFriedrich, s. oben, erhielt aus dem väterlichen Erbe Burgberg undstiftete die nach diesem Erbe genannte Linie. Von seinen fünf Söh-nen starb Georg 1571 als Abt zu Kempten, Ludwig war Dechant zuEllwangen und Wilhelm pflanzte den Stamm fort. Letzterer hatte ausder väterlichen Verlassenschaft Marschalckzimmern erhalten , warHofrichter zu Rothweil und von ihm entspross Freiherr Ferdinand,Herr auf Hasenweiler und Marschalckzimmern, ebenfalls Hofrichterzu Rothweil, welcher mehrere Söhne hinterliess. Von diesen wurdeWilhelm Deutsch-Ordens Comthur zu Frankfurt, Joachim starb 1671als gefürsteter Abt von Fulda, Philipp war Ritter und Comthur desdeutschen Ordens, Ernst aber pflanzte in der ersten Ehe mit MariaMagdalena Freiin v. Gravenegg den Stamm durch mehrere Kinderfort. Von denselben ist hier Joachim Gottfried zu nennen, welchem12. März 1664 der Reichsgrafenstand erneuert wurde und welcher,im Besitze der von dem Bruder seiner Mutter, dem Johann GeorgFreiherrn v. Grafenegg ererbten, unmittelbaren freien Reichsherr-schaft Eglingen in dem schwäbischen Reicbgrafen-Collegium Sitz u.Stimme erßielt. Derselbe, vermählt mit Maria Ursula Freiin v. Frey-berg, hatte eilf Kinder und unter diesen fünf Söhne, von welchenaber drei jung starben, Graf Christoph Joachim Bernhard, geb. 1670,Domherr zu Augsburg und Regensburg war und Graf Gottfried AntonDomiuicus, geb. 1674, sich mit Maria Anna Reichsmarschallin undGräfin v. Pappenheim vermählte , aus welcher Ehe sieben Töchter,doch keine Söhne entsprossten und so erlosch denn 1727 mit demGrafen Gottfried Anton Domiuicus der Mannsstamm des alten Ge-schlechts. Was die Sprossen des freiherrlichen Stammes in Oester-reich anlangt, so war Ulrich Freih. v. und zu Graveneck, gest. 1487,