Grauchwitz, Grauschwitz, Grau schütz. Altes, noch im 16. Jahrh.blühendes, meist nur dem Namen und Wappen nach bekanntes, meis-sensches Adelsgeschlecht. Gauhe nimmt als Stammhaus das unweitGrimma liegende Gut Nieder-Grauschwitz an, doch liegt auch einGut Ober-Grauschwitz bei Mügeln, auch kommen im Kgr. Sachsenzwei Güter Grauschütz vor, das eine bei Lommatzsch, das andere beiJahnishausen. — Von den Sprossen des Stammes ist nur Catharina v.Grauschwitz bekannt. Dieselbe war zur Zeit der Reformation Klo-ster-Jungfrau zu Seuselitz und erhielt bei Säcularisirung der Abtei1541 jährlich vierzig Gulden.
Knauth , S. 509. — Unschuldige Nachrichten von theo!. Sachen, XII. S. 233. — Gauhe,II. S. 372. — Siebmacher, I. 157: v. Graughewitz, Meissnisch. — Köhler, vom verlobten sil-bernen Schiff, S. 24. — v. Meetingj III. S. 226.
Graul v.7iiskahcrga, wie v.Hellbach irrthümlichschreibt, s. Krau e 1vom Ziskaberge.
Graunianii. Adelsstand des Königreichs Preussen. Diplom von1801 für Johann Georg Graumann, später k. preuss. Oberst der Ar-tillerie. Die Wittwe desselben lebte noch vor einigen Jahren inBerlin.
Freih. v. Ledebur , I. S. 282 und III. S. 265. — W.-B. d. Preuss. Monarch. III. 32.
Graurock. Ein zu dem Adel im Kgr. Preussen gehörendes Ge-schlecht. Ein v. G. war 1806 Lieut. im Regim. v. Kalkreuth, 1827Capitain und Adjutant bei dem Commando des 6. Armee-Corps undspäter Major des Neissner Landwehr - Bataillons. Derselbe war miteiner v. Schweinitz a. d. Hause Braunau vermählt und ein Sohn ausdieser Ehe war Lieutenant im k. preuss. 23. Infant.-Regimente.
N. Pr. A.-L. II. S. 2SO. — Freih. v. Ledebur, 1. 8. 282.
Grauvogel, Edle. Kurpfälzischer Adelsstand. Edlendiplom vom23. August 1779 für Joseph Grauvogel, kurpfälz. Hofkammerrath u.Pflegs-Commissair in Osterhofen. Derselbe wurde als k. bayer. quiesc.,in Augsburg lebender Landrichter bei Anlegung der Adelsmatrikeldes Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen.
v. Lang, S. 356. — W .-B. d. Kgr. Bayern,. X. 71.
Grave, Grafen. Erbländisch-Österreich. Grafenstand. Diplomvon 1770 für Ludwig v. Grave, früheren Obersten des k.'k. v. Klein-holt'schen Cuirassier-Regiments, wegen dreissigjähriger Militär-dienste.
Megerle v. Mühlfeld, S. 19.
Grarcnegg, Grafeuegg, Gräveneck, Freiherren und Grafen. Altes,schwäbisches Rittergeschlecht, welches, wie Graf v. Wurmbrand an-giebt, auch in Oesterreich blühte und einer ansehnlichen Herrschaftseinen Namen beilegte. Das Stammschloss Gravenegg liegt auf einemhohen Berge auf der Alp unweit Memmingen im jetzigen KönigreicheBayern, und Conrad v. G. kommt bereits 1282 und 1290 urkundlichvor. Derselbe hatte zwei Söhne, Henrich und Eberhard. Von Erste-rem stammten die Brüder Albert u. Henrich (II.), welche sich Grafenv. Gravenegg schrieben. Alberts Linie erlosch schon mit seinenbeiden Söhnen, von Henrich (II.) aber, dessen Nachkommen denGrafentilel aufgaben, entspross Ulrich, dessen Ur-Ur-Enkel Wolf-