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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
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der Erste seiner alten Familie, welcher bald nach 1450 nach Oester-reich kam, Oberster Feldhauptmann und Geh.-Rath des K. Fried-rich III. wurde und in Folge seiner treuen und tapferen Dienste zugrossem Ansehen und zu beträchlichen Herrschaften und Gütern ge-langte; indem er von dem genannten Kaiser und dem Könige Ladis-laus theils durch Schenkung, Kauf und vorgestreckte Pfandsummendie Veste und Herrschaft Trautmannstorf, die Schlösser Fachsten-stein, Wolfenreuth und Esperstorf etc. etc. erhielt. Dem von ihmneu erbauten Schlosse Esperstorf und der Herrschaft dieses Namenslegte er seinen Geschlechtsnamen Graveneck bei, welche Benennungder Kaiser 1468 bestätigte. Näheres über sein Leben hat Wissgrill,welcher sagt, dass er viele gute und böse Händel gestiftet habe, nach, Gerard de Roo und Prevenhueber mitgetheilt. Aus seiner ersten Ehemit Elisabeth v. Pernegg, gest. 1464, stammten, neben einer Tochter,Margaretha, zwei Söhne, Wolfgang und Veit, aus der zweiten abermit Catharina Herrin v. Pottendorf, neben einer Tochter, Elisabeth,drei Söhne, Andreas, Ulrich II. und Friedrich, über welche Wissgrillgenaue Auskunft giebt. Als die Letzten der österreichischen Linietreten die Söhne Ulrichs II. aus der Ehe mit Catharina v. Lichten-stein zu Murau: Niclas und Ulrich III. 1531 in einem Reverse an dieKönigin Maria von Ungarn auf, der Name des Geschlechts aber gingin Oesterreich 22. Oct. 1543 mit der obengenannten Freiin Elisa-beth aus, welche, in zweiter Ehe mit Christoph Herrn v. Toppel ver-mählt, am genannten Tage als Wittwe starb.

Bucelini, III. Append. S. 203. Gr. v. Brandis, Nr. 12. Inihof , Lib. 7. c. 3. Gr.v. Wurmbrand, Collect, geneal. liistor. C. 17. S. 78. Hübner. II. Tab. 516 und 517.Durchlaucht. Welt, Ausgabe von 1710. II. S. 323330: Gr. zu Grafen-Egg. Gauhe, II. S.369372. Schannat, S. 290. v. Hattsfein, II. S. 120124. Büsching, Erdbeschreibung,5. Ausgabe, III. 2, S. 1651. Freih. v. Krohne, II. S. 2023. Wissgrill, III. S. 380 -384. N. Pr. A. L. II. S. 280. Siebmacher, I. 25: Freih. v. Grafenegk und VI: Grafen u.Herren der Schwäbischen Bank. Spener, Histor. Insign. S. 455. Trier, S. 516. v.Meding, I. S. 198 und 199.

(rarcnreuth, Freiherren u. (trafen (in Blau ein aus silbernem Fel-sengestein hervorwachsendes, silbernes Einhorn). Im Königr. Bayernanerkannter Freiherrn- und Grafenstand des Kgr. Bayern. Grafeu-diplom von 1825 für Carl Ernst Freiherrn v. Gravenreuth, k. bayer.Kämm., w. Geh.-Rath etc. Altes, leuchtenbergisches Adelsge-schlecht, welches schon gegen 150 Jahr im Besitze des freiherrlichenTitels ist. Nach dem geneal. Taschenb. d. freih. Iläus. 1853. S. 157sollen im Voigtlande, in der obern Pfalz, so wie in der früherenReichsstadt Regensburg drei Geschlechter dieses Namens , ganz ver-schieden von Stamm und Wappen, geblüht haben, welche'bis auf diehier in Rede stehende Familie längst erloschen wären. Diese Angabeberuht wohl auf einem Irrthum : es waren Linien eines Stammes undeines Wappens, von denen allerdings nur noch die hier zu bespre-chende blüht, welche in Regensburg bei dem hohen Domstifte u. beiden dortigen beiden Damenstiften Adel und Wappen vielfach aufge-schworen hat. Der gemeinschaftliche Stammvater der jetzigenFreiherren und Grafen v. Gravenreuth ist Johann Christoph Ernst,Herr zu Schlammersdorf, Guttenthau, Menzlas und Ernstfeld, k. k.Feldmarschall-Lieutenant, verm. mit Eleonore Sophie Euphrosine