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stehenden Stammhause unweit Ziegenrück in der jetzigen ProvinzSachsen, Regier.-Bez. Erfurt. Die Familie erwarb später die GüterHassel, Ilm und Mechterstedt im Gothaischen, Rienau bei Ziegenrück,Mühlberg unweit Erfurt etc. und hatte Mechterstedt noch 1690 inne.
— In der Gotha diplomatica wird die Stanunreihe des Geschlechts mitWolf v. G., Herrn auf Knau, um 1490 angefangen, dessen Enkel,Wolf Caspar, als Herr auf Hassel und Ilm vorkommt. Ein Enkel desLetzteren, Wolf Conrad, Oberstwachtmeister, kaufte 1657 einen Theilvon Mechterstedt und hatte drei Söhne, Ludwig Günther, FriedrichBernhard und Ernst Quirin, General-Major. Von diesen Söhnen hin-terliess Ersterer, welcher 1698 durch Einfall eines Kellers den Todfand, mehrere Söhne, von denen Adam Heinrich als Oberst-Wacht-meister aufgeführt wird. Später in der ersten Hälfte des 18. Jahrb.ging nach Allem der Stamm aus.
Knauth, S. 509. — v. Gleichenstein , Nr. 31. — Gauhe , T. S. 685 und 686. — Brückner,Kirch.- und «Schulon-Staat des Hör/,. Gotha, IT. 11. Stck. S. 50. 51. 59 u. 61. — Freiherr v.Ledebur. I. S. 2S0, — Siebmacher. I. 164: v. Grefendorf, Meissnisch. — Ursinus , Gesell, d.Donikirche zu Meissen, S. 204: Grabstein Conradi de GrefindorfF, Laiidvogts zu Meissen, 1407.
— v. Mediiuj , I. S. 196 : ■ Gräfendorf. — Salver, S. 256. — W.-B. d. Sachs. Staaten, VII. 51.
Orni'IVntlial, Griivciitlial. Altes, thüringisches Rittergeschlecht,welches die im H. Sachs.-Coburgischen Amte des F. Altenburg amEnde des Thüringer Waldes gelegene gleichnamige Herrschaft mitdem Städtchen desselben Namens und dem dabei sich erhebendenSchlosse Wesperstein, so wie mehrere andere Güter besass, welchersämmtliche Besitz nach Erlöschen des Geschlechts an die Grafenv. Meran und Orlamünde und an die Herren v. Graefendorf und vondiesen an die Grafen v. Pappenheim kam, welche sie von 1414—1612als sächsische Lehen inne hatten, dann aber an Sachsen-Alten-burg verkauften.
B. G. Struv, Prodromiis histor. Graefenthal, Jenae 1715, im Auszuge in v. Falkenstein'sthiiring. Chronik, II. S. 945—947. — v. Hellbach, I. S. 451.
Gränitzcr, Gritiiizcr, v. Gräntzeusteiii. Erbländ.-österr, Adelsstand.Diplom von 1711 für Carl Franz Gränizer, Kanzler der Altstadt Pragund geschworenen Landesprocurator in Böhmen, mit dem Prädicate:v. Gräntzenstein.
Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 301.
Griiiising. Altes, sächsisches Rittergeschlecht, aus welchem meh-rere Sprossen im 15. u. 16. Jahrb. am kursächsischen Hofe bedienstet,zu der nächsten Umgebung der Kurfürsten und Herzoge zu Sachsengehörten. — Balthasar v. G. begleitete nach Müller, Annal. Saxon.,1476 den Herzog Albrecht den Herzhaften auf seiner Reise nach Je-rusalem zum heiligen Grabe; Hans v. G. war 1493, als KurfürstFriedrich der Weise zu dem heiligen Grabe reiste, in dem Gefolgedesselben und ein v. G. starb 1498 auf der Reise des Herzogs Hein-rich zu Sachsen nach eben diesem Grabe. — Valentin König fängt dieStammreihe des Geschlechts, welches schon früher im Meissenschendie Güter Döhlen, Zauckeroda, Weissig etc. inne gehabt, deren ältereStammregister aber in Kriegszeiten verloren gegangen, mit Balthasarv. G. an, welcher, verm. mit Eusebia von Krostewitz, den Stamm fort-setzte, bis derselbe im 5. Gliede mit Hans Haubold v. Gränsing, Herrn