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Gegend des Rheinstromes nach Polen kam, bis zum obersten Feld-herrn des Königs Boleslaw III. stieg und durch Vermahlung mit derErbtochter des reichen Landrichters zu Gostyn, Johann Prawda,grosse Herrschaften an sich brachte, namentlich auch die GrafschaftGolczewo, welche letztere 1662 bei Theilung seines Erbes an denzweiten Sohn, Johann, fiel, welcher sich nach dieser HerrschaftGolczewo nannte. Seine Nachkommen schrieben sich Grafen Golczewoso lange, bis in Polen das Gesetz angenommen wurde, dass aller Adelgleich sein solle, worauf der Grafentitel wegblieb. Bei einer Güter-theilung schied sich 1369 der Stamm in zwei Linien, in die schwarzeoder Clausdorfische und in die Weisse oder Heinrichsdorfsche, vondenen erstere bis zur Theilung des Landes in Polen blieb, letztereaber schon lange vorher sich ins Brandenburgische wendete. — NachOesterreich kam die Familie mit Günther v. d. Golz, welcher sich1598 mit Maria Salome Herrin von und zu Polheim vermählte undspäter k. k. commandirender General und Oberst eines Regimentszu Pferde war. Derselbe wird schon 1614 im K. K, Ilofkammer-Archive als Freiherr aufgeführt und ebenso kommt auch der durchden 30jährigen Krieg berühmt gewordene Maximilian Martin v. G.als Freiherr vor. Von 1731 an schrieben sich die Sprossen der österr.Linie Grafen und mit dem Grafen.Ernst Ignaz Johann Nepomuk er-losch gegen Ende des 18. Jahrb. 'diese katholische Linie. — Deroben genannte Joachim Rüdiger v. d. Goltz, welcher, wie angegeben,wegen der Verdienste, die er sich um die Krone Frankreich erworben,den Königlichen Gnadenbrief von 1653 und später den Freiherrnständerhielt, gehörte zu der Glausdorfer Linie, trat 1654 als Oberst inkurbrandenb. Dienste , wurde später General und 1661 Gouverneurvon Berlin, ging 1665 in k. dänische- und 1680 in kursächs. Dienste,commandirte in letzteren Diensten als General - Feldmarschall diesächs. Armee bei dem Entsätze Wiens und starb noch 1683. DieAnerkennung des Wappens mit den Lilien und des Freiherrnstandeserfolgte in Kur-Brandenburg, wie e-wfihnt, 1691 und zwar für einenlegitimirten Sohn des Freib. Joachim Rüdiger. — Die Zahl der vielenSprossen des Stammes, welche in kurbrandenb.- und k. preuss. Mili-tair- und Staatsdiensten zu den höchsten Würden gelangt sind, ist zugross, als dass hier nur einige derselben genannt werden könnten.Das N. Pr. A.-L. nennt mehrere derselben und Viele sind in dendeutschen Grafenh. d. Gegenw., bei Gelegenheit der geneal. Ver-hältnisse der gräflichen Linien, erwähnt. — Der gräfliche Stamm blühtjetzt in den Häusern Clausdorf, Heinrichdorf und Sortlack und zwarin den beiden ersteren Häusern in einer älteren und jüngeren Linie.Die beiden Linien des Hauses Clausdorf kommen auch als Linien zuTeschendorf und Linie zu Tlukum Vor. Der freiherrliclie Stamm zer-fällt in die fünf Häuser Sortlack, Brotzen, Giesen, Curtow und Claus-dorf. Von diesen hat sich das Haus Sortlack in die Linien Leissinen,Fingatten, Domnaw, Mertensdorf und Gross - Lauth und das HausClausdorf in die Linien Schellin, Konsbruch und Kopriewe geschieden.Die Grafen v. d. G. sind mit den Schönauer Gütern bei Marienwerder,
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