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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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langte. Das Ritterstandsdiplom der gesammten kaiserlichen Erb-lande kam 5. Juni 1674 in die 17. März 1568 geadelte Familie undin demselben, ausgestellt für Jacob V. Gaun und die beiden Vetterndesselben, Wolf Sigmund u. Johann Valentin v. Gaun, mit dem Prä-dicate: v. und zum Löwengang, ist angegeben, dass das Geschlechtschon damals über dreihundert Jahre in Tirol u. namentlich zu Mar-gareit oder Margarano ansässig gewesen sei. Der Stammvater desGeschlechts, Wilhelm Gaun, von welchem die ununterbrochene Stamm-reihe fortläuft, kommt urkundlich 1369 und 1387 vor und Wissgrillhat bis zu seiner Zeit sehr geuaue Nachrichten über die Linie inNiederösterreich, sowie über den Hauptstamm in Tirol gegeben.

Wimgrill, III. S. 238241.

Gauthoi r. Föltlcrlian. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1788 für Franz Gauthoi, k. k. Hauptmann, mit dem Prädicate : v.Földerhan.

Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 295.

(»autsch v. Frankenthurn. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1821 für Augustin Gautsch, k. k. Hauptmann bei dem Peterwar-deiner Garnisons - Artillerie-Districte , mit dem Prädicate: v. Fran-kenthurn.

Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 295.

Gauraiii. Französisches, in Folge der Religionsstreitigkeiten indas Brandenburgische gekommenes Adelsgeschlecht, aus welchemein Sprosse in der k. preuss. Armee bis zum Generallieuteuant stieg.Der Sohn desselben war 1730 k. preuss. Ober-Gerichts-Ratli zu Stet-tin. Der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. im Brandenburgischenmit Werder im Kr. Ruppin begüterte Stamm blühte fort und in denListen der k. preuss. Armee ist der Name des Geschlechts bis auf dieneuste Zeit mehrfach aufgeführt.

N. Pr. A.-L. II. S. 218 und V. S. 174. Freih. v. Ledebur, I. S. 248.

Gavel. Ein im 15. Jahrh. in der Altmark vorgekommenes Adels-geschlecht, aus welchem Mente v. Gavel 1455 Rathsmann zu Salzwe-del war und Fritze v. Gavel 1461 zu der Wegouitz bei Seebauseiiwohnhaft war. Mit diesem alten Stamme hängt wohl das in neuererZeit in Liefland blühende Adclsgeschlecht v. Gavel (in Blau ein gol-dener, mit einem blauen Sterne belegter und von drei goldenen Ster-nen begleiteter Sparren) zusammen, aus welchem Gottlob Fabian v.Gavel auf Raden sich 1781 mit Johanna Christiane Friederike v.Heynitz vermählte und in der Oberlausitz das Gut Quasdorf unweitRothenburg an sich brachte.

Gercken, Fragm. March. H. S. 115 11. IV. S. 58. Freih. v. Ledebur, I. S. 248.

Garen» Gauen, Gawen. Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, wel-ches, als Sinapius schrieb, nicht mehr vorkam. Hans v. Gaven lebtenoch 1412 als Fürstl. Hauptmann zu Liognitz, hatte zwei Brüder, Al-brecht und Conrad v. G. und sein gleichnamiger Sohn kommt noch1421 vor. Später, 1490, hielt sich Nicol Gawen im Sehweidnitzschenu. Heinrich Gawen 1519 zu Cossau (Cossenbau) im Liegnitzschen auf.Nach dieser Zeit ist der Stamm ausgegangen.

Sinapius , I. S. 379.