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Gavre. Eins der ältesten brabantischen Adelshäuser, welchesvon langen Zeiten her den gräflichen Titel von Beaurien führte. Carlv. Gavre war um 1500 Grand Bailly von Hennegau und von seinenNachkommen erhielt Kasse v. Gavre, Graf v. Beaurien, k. span. Ritt-meister, 1625 den Titel eines Marquis d'Ayseau.
Gaulie , I. S. 605 nach Butckens L'ercct. de tont, les terr. et famill. duBrabant.
Gawlowski, Gawlowski v. Gawlaw. Polnisches Adelsgeschlecht,welches zu dem Stamme Ostoja gehörte u. noch 1641 in Ober-Schle-sien, sowie in Cracovien und Massovieu angesessen war.
Okolsky, IT. S. 376. — Sinapius, II. S. 637. — Breill. v. Ledebur, I. S. 248.
Gay, Ritter um! Edle. Reichsritterstand. Diplom von 1733 fürAloys Gay, kaiserl. Reichshofrath-Agenten, mit dem Prädicate: Ed-ler von.
Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.Bd. S. 143.
•> Gayer v. Gillenberg, auch Freiherren. Erbländ.-österr. Adels- und
Freiherrnstand. Adcls-Diplöm von 1764 für Anton Franz Gayer, mitdem Prädicate: v. Ehrenberg und Freiherrndiplom von 1818 für Jo-hann Aloys Gayer v. Ehrenberg, Hofrath der k. k. Obersten-Justiz-stelle.
Megerle v. Mühlfeld, S. 188 und Ergänz.-Bd. S. 58.
Gayer v. Gayersfeld. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1816 für Philipp Gayer, k. k. Oberlieutenant bei der Brünner Mili-tair- Oeconomie - Commission mit dem Prädicate: v. Gayersfeld. DerStamm hat fortgeblüht. In neuester Zeit wurde Aloys G. v. G. unterden k. k. unangestellten Obersten aufgeführt und Joseph G. v. G. warHauptmann im k. k. 49. Inf.-Regimeute.
Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 295.
Gayette. Französisches, im 18. Jahrhunderte nach Preussen ge-kommenes Adelsgeschlecht, aus welchem bis auf die. neueste Zeitmehrere Sprossen in der k. preuss. Armee standen. Zu denselbengehörten: Friedrich Wilhelm v. Gayette, gest. 1796; Carl Adam v.G , gest. 1803, k. preuss. Major und der k. preuss. Oberst v. Gayette,welcher 1836 Inspecteur der schlesischen Festungen war.
N. Pr. A.-L. II. S. 219. — Freih. Ledebur, I. S 24$.
Gayl, Gail. Ein nach Einigen ursprünglich dem Elsass, nach An-deren dem Patriciate der Stadt Cöln angehörendes Adelsgeschlecht, inwelches Bestätigungsdiplome des Reichsadels 12. Mail546 u. 1. Jan.1573 , letzteres Diplom für Philipp v. Gayl, gelangten. Die Familiebreitete sich später weit aus, kam nach Westphalen, Curland u. in dieAltmark, sowie in die Ortenau, nach Oldenburg etc. und auch nachPolen, wo Adam v. Gayl 26. Oct. 1775 das Indigenat erhielt. — Ca-simir Wilhelm v. G., zur curländiscben Linie gehörig, trat in k. preuss.Dienste, kaufte 1776 in der Altmark das Gut Eichstedt bei Stendalund wurde Land- und Ritterschafts-Director. Zweimal vermählt, hin-terliess er, neben drei Töchtern, sechs Söhne, welche in die kön.preuss. Armee traten. Der älteste dieser Söhne, Capitain Wilhelm,war später Oberrechnungs-Rath und Präsident in Stettin, der zweite,