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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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österr. Ritterstand erhoben, Maximilian Ernst's jüngster Sohn aber:Constantin Joseph brachte, wie oben angegeben, den Grafenstand indie Familie. Von dem Grafen Constantin Joseph, gest. 1734, stammteaus der Ehe mit Maria Theresia Benigna Freiin v. Löwenstock: GrafAnton Paul, gest. 1771, k. k. Hauptmann und von Letzterem aus derEhe mit Maria Anna Franzisca v. Ilawraneck: Graf Procop Anton,,verm. mit Maria Anna Grf. v. Vetter, aus welcher Ehe, neben einerTochter, Grf. Johanna Anna, zwei Söhne entsprossten, die GrafenCarl Joseph und Anton. Haupt des gräflichen Hauses war in neuesterZeit: Ferdinand Graf v. Gatterburg, Freiherr auf Retz, Herr zuZwölftaxing u. Pellendorf, geb. 1803, Landstand in Niederösterreich,Böhmen, Mähren und Schlesien, Indigena in Ungarn, k. k. Käm-merer, vermählt 1828 mit Maria Grf. Podstatzky-Lichtenstein, geb.1803, aus welcher Ehe, neben sechs Töchtern, sechs Söhne stam-men, die Grafen: Constantin, Alfred, Ferdinand, Franz, Carl undGuido.

Wissgrill, III. S. 227236, mit zwei Ahnentafeln. Megerle v. Mühlfeld, S. 19.Deutsche Grafenh. d. Gegenw. I. S. 262- 264. Geneal. Taschenb. d. gräfl. Häuser, 1859. S.294 n. 295 und liistor. Handbuch zu demselben, S. 244. Tyrojf, II. 241.

Gaubiz, Gaubitz, Gaubitzcr. Altes, nieder-österreichisches Ritter-geschlecht, dessen Stammhaus das grosse Pfarrdorf Gaubiz, iusgemeinGauwitsch, war, ein theils Fürstl. Lichtenstein'sches, theils Passaui-sches Lehen. Aus demselben tritt Alber v. Gouvic urkundlich schon1200 auf. Der Stamm blühte durch die nächsten Jahrhunderte fortund noch 1422 erhielten Heinrich, Niclass, Georg und Udalrich Gau-bizer v. Gaubiz und IJeertstätten vom Herzoge Albert V. zu Oester-reich verschiedene von der Herrschaft der Burg Laa abhängendeGülten und Zehente zu Lehen. Später ist der Name des Geschlechtsnicht mehr vorgekommen.

Wissgrill, III. S. 237.

Gauilecker, Gutacker. Ein auch unter den Namen: Sigeler, Sege-ler, Wargel u. Wangen vorgekommenes Adelsgeschlecht, welches inPommern, namentlich im Fürstenthum Caminschen Kreise u. in Ost-preussen mehrere Güter erwarb, zeitig, 1599. auch in Hessen undspäter, 1798 in Schlesien begütert war. Nach Bauer, Adressbuch,1857, S. 70, war Albert v Gaudecker, k. preuss. Landrath a. D.,Herr auf Kerstin, Kruckenbeck u. Krtihne im Fürstenth. CaminschenKr. und ein v. Gaudecker Plerr auf Zuchen im Kr. Neu-Stettin.Dem Wappen nach: in Roth drei, 2 und 1 , mit den Schallöffnungenzusammengestellte Jagdhörner, kam früher das Geschlecht auch inPolen vor und gehörte zu dem Stamme Kroje.

N. Preuss. Provin/.-Blntt. 2. Folge. VI. Bd. S. 135. N. Pr. A.-L. II. S. 216. Freih.v. Ledebur, I. S. 247 und III. S. 258. Siebmacher, III. 171.

Gnuilclitz. Sächsisches Adelsgeschlecht, welches Zschepen beiDelitzsch 1540 und Oelzschau unweit Torgau inne hatte. Wolf Georgv. G. war noch 1649 Kammer-Page bei dem Kurfürsten FriedrichWilhelm zu Brandenburg und reiste dann auf seine Güter nach Sach-sen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. ist nach Allem der Stammerloschen, denn Knauth giebt (1691) Zschepen als Besitz der Fami-