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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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Rudolph und Johannes v. Gatersleven'traten 1197 in der Bulle desBischofs Gardolph zu Halberstadt als Zeugen auf und Dietrich v. G.war 1277 Laudhofmeister des deutschen Ordens in Preussen. Umdieselbe Zeit kommt Henrich v. Gatersleben als Hofmarschall desHerzogs Albert zu Sachsen vor. Später und bis zum Erlöschen desStammes im 14. Jahrh. haben sich einige Sprossen desselben vonNeu-Gatersleben, wie auch Herren v. Gatersleben genannt.

Leuckfeld, Antiquifc Blankenburg., S. 45. Spangenberg , Adelsspiegel, I. S. 335.Gauhe, II. S. 343.

GuUciiliofcn. Ein aus Franken stammendes, nach Ostpreussengekommenes Adelsgeschlecht, welches schon 1518 das GutBareuckenim jetzigen Kr. Fischhausen besass, später mehrere andere Besitzun-gen, zu denen namentlich Norkitten im Kr. Insterburg gehörte, erwarbund wohl in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. erloschen ist, in wel-cher 1780 Pistken im Kr Lyck der Familie noch zustand. Bar-bara Dorothea v. G., gest. 1694, war die Gemahlin des kurbranden-burg. Generals Georg Heinrich v. d. Gröben u. Gertraud v. G., TochterAlbrecht's v. G., Herrn auf Norkitten nach Einigen die Grossmutter,nach Anderen die Mutter des in der Treussischen Geschichte so be-rühmten Feldmarschalls Friedrich Leopold Grafen v. Gessler. Letz-tere Annahme ist wohl nicht, richtig, da König, ein meist sehr gründ-licher Forscher, angiebt, dass die Mutter desselben Euphrosina v.Rosenau gewesen sei.

Gauhe , II. S. 343 u. 344. N. Pr. A. - L. II. 8. 216: hinsichtlich des Wappens unterBerufung auf Hasse's W.-B. S. 47 und 83 v b. Freiherr v. Ledebur , I. S. 247. Tyroff,II. 180.

Gattcrburg, Grafen. Erbländ.-österr. Grafenstand. Diplom von 1717fürConstantin Joseph v. Gatterburg, Freiherrn auf Röz, k. k.Vorschnei-der, Mundschenken, Truchsess u. Hofkammerrath, wegen erwiesenenzweihundertjährigen altadeligcn u. ritterlichen Geschlechtes, sowie we-gen der zu den Staatsbedürfnissen geleisteten, beträchtlichen Darlehen,über Erhebung in den Herrenstand der Grafen. Ein ursprünglichoberösterreichisches, früher Gattermayr genanntes Adelsgeschlecht,welches nach Niederüsterreich kam, wo dasselbe 14. Juni 1675 unterden landsässigen Adel aufgenommen wurde. Aegidius Gattermayr,welcher zu Anfange des 16. Jahrh. lebte, war mit Maria MagdaleneFuchs vermählt und hatte aus dieser Ehe drei Söhne, Michael, Nico-laus und Wolfgang, welche als ungarische Edelleute und Ritter vor-kommen. Michael, unter K. Ferdinand I. Hauptmann über deutschesFussvolk, fand seinen Tod 1558 in Comorn u. hinterlioss sechs Söhne,Aegidius II., Andreas, Hans Georg, Martin, Bartholomäus und Mat-thias, welche sämmtlicli 30. Juli 1561 in den erbländ.-österr. Adels-stand versetzt wurden. Aegidius II., kais. Rath und Hofkriegs-Zahl-raeister erhielt 1592 vom K. Rudolph II. für sich und seine Nach-kommen mehrere besondere Vorzüge und Freiheiten. Von den Enkelndesselben wurden die Söhne des Aegidius III.: Carl Ludwig, Maximi-lian Ernst und Franz Elias v. Gattermayr, unter Bestätigung des al-ten Adels u. der früher der Familie ertheilten Privilegien, 15. Octob.1653 mit dem Namen: v. Gatterburg in den Reichs- und erbländisch-