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Galcmski. Polnisches, dem Stamme Dolenga einverleibtes Adels-gesclilecht, welches in Westpreussen 1772 Gorzekom im Kr. Strass-burg inne hatte.
Freih. v. Ledebur, III. S. 257.
Galen, Freiherren und Grafen. Reichs-Freiherren- und Grafen-stand des Kgr. Preussen. Freiherrndiplom vom 20. Juli 1665 fürHeinrich v. Galen, Herrn zu Assen, Bispinck, Itomberg, Ilundlings-hoff u. Ottenstein. Reichsgrafendiplom von 1702 für Christoph Hein-rich Freiherrn v. Galen, k. k. Kämm, und Reichshofrath u. preussi-sches Grafendiplom vom 8. Nov. 1804 für den Erbkämmerer desFürstenthums Münster Ferdinand Freiherrn v. Galen und zwar beiGelegenheit der Huldigung in Münster. -— Eins der ältesten, rhein-ländischen und westphälischen Adelsgeschlechter, dessen Name alsName des Dorfes Gahlen unweit Dinklage schon 1163 vorkommt. Zudem ältesten Besitzthume der Familie, welches im Laufe der Zeit sehrwuchs, gehört das Schloss Assen im Münsterschen : in Cöln war dasGeschlecht schon 1226 augesessen. Im 16. Jahrb. kam der Stammaus Westphalen nach Kur- und Liefland, kehrte aber später wiedernach Westphalen zurück. Eberhard v. G. war um 1460 Abt zu Brau-weiler; Heinrich von G. kommt 1551 als Grossmeister des Schwert-ordens in Liefland vor und Dietrich, Heinrichs Bruder, Feldherr desliefländiseken Ordens, erhielt von dem Orden als Anerkennung seinerTapferkeit u. seiner erspriesslichen Dienste, die Güter Lützen, Curtzenetc., sowie das Obermarschall-Amt der Ilerzogthümer Gurland undSemigallien. Der gleichnamige Sohn des Letzteren hatte zwei Söhne,Christoph Bernhard v. G., gest. 1678, welcher 1650 Bischof zu Mün-ster wurde und sich als Kriegs- und Staatsmann bekannt machte undJohann Heinrich v. G., welcher, s. oben., den Freiherrnstand in dieFamilie brachte und in erster Ehe mit Anna Freiin v. Droste zuVischering, in zweiter aber mit Anna Elisabeth Freiin v. Reck ver-mählt war. Aus der ersten Ehe erftspross Freiherr Franz Wilhelm,verm. mit Ursula Helene Freiin v. Plettenberg und aus der zweitenFreiherr Christoph Heinrich, welcher sich in Oesterreich ankaufte u.,s. oben, den Reichsgrafenstand erlangte, aus der Ehe mit Maria Su-sanna Grf. v. Saurau aber männliche Nachkommen nicht hinterliess.Freih. frranz Wilhelm hatte dagegen eine zahlreiche Nachkommen-schaft, welche sich in Westphalen immer weiter ausbreitete und ausderselben stammte auch der Erbkämmerer Ferdinand Freih. v. G.,welcher, wie erwähnt, in den preussischen Grafenstand erhoben wurde.Von Letzterem entspross das jetzige Haupt der Familie: Graf Mat-thias', geb. 1800, Herr auf Bispick und Gottendorf (Fideicommiss),Assen, Ilundlingshoff, Neugraben, Romberg u. Galen, Erbkämmererim Fürstenthume Münster, vermählt 1825 mit Anna Maria Freiin v.Kettler, geb. 1803, aus welcher Ehe, neben drei Töchtern, von wel-chen Grf. Maria, geb. 1826, mit August Grafen v. Spee, k. preuss.Kammerherrn, vermählt ist, acht Söhne stammen: die Grafen Fried-rich, Ferdinand, Maximilian, Wilderich, Paul, Clemens, Christoph u.Hubert. Der Bruder des Grafen Matthias ist Graf Ferdinand, geb.