Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
419
Einzelbild herunterladen
 

419

einer v. Behl-, aus welcher Ehe eine zahlreiche Nachkommenschaftstammte, an sich, doch fanden denselben bald die Lehnsfolger ab.

Aus dem Artikel: Gadovv, s. unten, ergiebt sich, dass Gadau undGadow ein Stamm sind.

Gauhe, :r. 8. 327. v. Hellbach, r. S. 400.

(iailchiiscli, Gailcbulz, (»ilebiiiz. Ausgestorbenes, meklenburgischesAdclsgesohlecht, welches stets ein gleiches Wappen, wie die v. IKilowführte: in Blau vierzehn, 4. 4. 3. 2. 1., goldene Pfennige oder Kugeln,weshalb man auch angenommen, dass das Geschlecht zu dieser Familiegehört habe.

v. Meding, I. S. 166 nach dem Manuscripte abgegangener meklenb. Familien.

(laden. Ein ansehnliches Adelsgeschlccht in Niederösterreichunter den ersten Erbmarkgrafen und Herzogen des Landes, dessenStammsitz das Schloss und Pfarrdorf Gaden im Wiener Walde unweitHeiligenkreuz war. Wichardus u. Ulricus de Gaden treten schon1094 in den ältesten Urkunden des Klosters Mölck auf und Ulrich v.Gaden mit dem Beinamen: der Esel, kommt noch 1337 vor. Nachdem Tode des Letzteren, 1356, erschienen urkundlich zwei Töchterdesselben, Catharina verm. v. Pottenstein und Chunegund vermählteKhlingenfurter. Später kommt der Name des Geschlechts nichtmehr vor.

Wissgrill, III. S. 201203.

Gaden v. Lohausen. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 1735für Catharina Ottilia Gaden, geborene Böhmer, Wittwe des Kauf-manns Gaden, mit dem Prädicate: Lohausen.

iWegerle v. y Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 293.

Gadciidorif. Ein ursprünglich holsteinisches Adelsgeschlecht, auswelchem Angeli zuerst Dettlev u. Gottschalck v. G. nennt, welche1386 in Streit mit der Stadt Lübeck kamen. 1387 verband sich Dett-lev v. G. mit Anderen vom holsteinischen Adel gegen Lübeck, dochwurde das Bündniss verrathen und Dettlev fiel auf dem Kirchofe sei-nes eigenen Dorfes durch das Schwert des Hauptmanns der Lübecker.

1593 verkaufte die Familie, welche damals noch aus drei Spros-sen bestand, die holsteinischen Güter an die v. Pogwisch, nachdemfrüher, 1525, Claus v. G. als Hofeavalier nach Preussen gekommenwar. Derselbe begleitete nämlich die Tochter des Königs Friedrich I.von Dänemark, erste Herzogin von Preussen, nach Königsberg undvermählte sich mit Barbara v. Falkeuhain, aus welcher Ehe zweiTöchter u. ein Sohn entsprossten. Von den Töchtern vermählte sichdie eine mit einem Freiherrn v. Heydeck, die andere mit FabianBurggrafen zu Dohna-Reichertswalde. Aus der Ehe des Sohnesstammte Clement v. G., mit welchem die preussische Linie, welchemit Gnotlau und Saalau im Kr. Insterburg und auch im Schaaken-schen begütert war, wieder ausstarb. Ein v. G. besass 1714 imBraunschweigischen noch das Gut Schliesstädt bei Schöppenstädt.Mit ihm oder bald nachher ging der Stamm aus.

Angeli , hblstein. Adelschronik, S. 14. Gauhe , I. S. 592. N. Pr. A.-L. V. S. 170.

Freih. v. Ledebur , I. S. 242.

27*