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zählt die Page, 1278 bei der Schlacht auf dem Marchfelde den Iv.Rudolph I. sehr hart und Dietrich's Enkel, Georg Herborth Supa, voll-endete um 1300 den Bau der Burg Fullstein unweit Hohenplotz undLeobschütz. Ueber den Beinamen Supa fehlen alle Nachweise. GeorgSupa v. F. stand um 1494 am Hofe des Herzogs Casimir zu Teschen u.Gross-Glogau und Erich Supa v. F., nach Sinapius ein Sonderling dereigensten Art, starbt 562 auf dem Schlosse Fullstein in Mähren u. mitihm ging die den Beinamen Supa führende Linie aus.—AusderinSchle-sien mit mehreren Gütern angesessenen Linie, welche nur den NamenFullstein führte, war Johann v. F. 1'495 Hof-Marschall des HerzogsHeinrich I. zu Münsterberg; Heinrichv. F. starb 1538 als Weihbischofzu Breslau u. Bischof zu Leucopolis und Ogirez v. F. versah 1560 dieStelle derTroppauischen Stände im Ober-Recht zuBreslau. Mit ihm ist"nach Allem die schlesische Linie des Stammes ausgegangen. —Diev. Herborth und Fulstein, auch Herburt v. Fullstein, waren in Polen,Galizien, Mähren, Oesterreich und Schlesien begütert u. 7. Oct. 16'28starb Johann H. v. F., Castellan zu Caminiecz, wohl der Letzte sei-nes alten Stammes. — Vor ihm liess 1615 Johann Felix H. v. F.,ein gelehrter Antiquarius, auf seinem Schlosse Dobrimil den erstenBand von Duglossi Histor. Poloniae, drucken.
Sinapius, F. S. 454 n. 455 u. II. S. 682 11. 683. — Gaulis, II. S. 324 327. — Zedier, IX.\ S. 2317. — Freih. v. Ledebur , I. S. 345: Herborth v. Fulstein.
Funck (in Silber fünf, 2 u. 3, Flammen). Ein zum curländischenAdel gehöriges, zu Kaiwen bei Puckum begütertes Geschlecht, wel-ches 1784 in Ostpreussen das Gut Raudischken im Kr. Gerdaueu be-sass u. aus welchem der 1830 verstorbene k. preuss. General-Majoru. Commandant von Colberg, Friedrich Wilhelm v. Funck, stammte.Derselbe hinterliess aus der Ehe mit einer v. Dresky zwei Söhne,welche in der k. preuss. Armee standen.
N. Pr. A.-L. I. S. 207. — Freih. v. Ledebur, I. S. 239 und III. S. 256. — Neimbt, curländ. W.-B. Tab. 13.
Funck, Funcke, Funke (in Silber ein rechtsgekehrter, gekrönterLöwe, dessen Kopf, die rechte Vorder- und Hinterpranke und derSchweif golden, die übrigen Theile aber schwarz, sind. Der Kopf wirdvon Einigen mit einem Menschengesichte angegeben). Reichs-Adels-stand. Diplom vom 20. Oct. 1732 für Ferdinand Wilhelm Funcke,Herrn auf Burgwerben unweit Weissenfeis, in Kursachsen notificirt14. März 1733 und kursächs. Reichsvicariatsdiplom vom 22. Januar1742 für den jüngeren Bruder des Ferdinand Wilhelm v. F.: Ferdi-nand August Funcke, k. russ. Legationsrath. — Die Empfänger dergenannten Diplome stammten aus dem Braunschweigischen, demWappen nach aber hing der Stamm mit dem von Henel, Silesiogr. C.8. S. 765 und Sinapius, II. S. 632 unter dem schlesischen Adel mitdem Namen: v. Funcken aufgeführten Geschlechte zusammen, wennnicht der gleiche Name die Veranlassung zur Ertheilung diesesWap-pens gab. Die Familie besass schon 1702 Groitzsch und 1722 Jese-witz unweit Delitzsch und hatte, neben Burgwerben, später auch dieGüter Gross- und Klein-Goddula bei Merseburg, Teuchern bei Weis-senfels und Markklceberg bei Leipzig inne. Letzteres Gut mit einem