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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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auch wurden unter der Regierung des Königs Friedrich Wilhelm IIdie in diesem Processe angeklagt Gewesenen vollständig freigesprochenund entschädigt. Die Ehe des Grosscanzlers v. F. mit Sophie Grf. v.Podewils blieb kinderlos und so erlosch mit ihm 29. März 1790 derStamm.

Sinapius,. I. S. 375 und 37G und H. S. 333 und G32. Gauhc, I. S. 373 und 380. N.Pr. A.-L. II. S. 202 und 20.?. Freih. v. Ledebur, I. S. 239. Siebmacher, I. 63: DieFürsten, Schlesisch. v. Meding , III. S. 197 und 198.

Fürst zu Senfteneck (in Roth ein querliegender Weberschütze).Ein im 15. Jahrb. zu dem niederösterreichischen Ritterstande gehö-rendes Geschlecht. Michael Fürst, Pfleger der Veste Reinsperg,kommt 1428 und 1433 in Zinzendorfschen Urkunden vor und ebenderselbe, oder ein Jüngerer dieses Namens, Herr zu Senfteneck er-hielt 1459 verschiedene landesfürstliche und freisingsche Lehen bei Wangen, Wiselburg etc. Michael Fürst zu Senfteneck kam auch 1477auf den Landtag zu St. Tölten u. war mit Paraxedis v. Perkhaim ver-mählt und Thomas, oder Thoman Fürst zu Selteneck tritt noch 1493als Zeuge auf.

Wissgrill, III. S. 143.

Fürst zu llrit'liskirchen und Seilicrstorf (Schild geviert: 1 und 4der Länge nach getheilt: rechts in Silber eine rothe und links in Rotheine silberne Lilie und 2 und 3 in Schwarz ein aufrecht stehender,rechtssehender, goldener Greif). Erbländisch -österr. Adelsstand.Diplom von 1578 für Georg und Weickard Fürst. Dieselben warendie Söhne des aus dem Lande ob der Enns nach Niederösterreich ge-kommenen Doctor der Rechte Johann Georg Fürst, welcher 1534Hofrichter der landesfürstl. Burg Weiss war. Weickard Fürst,Herr zu Seiberstorf und Ulrichskirchen in Nieder-Oesterreich, kais.Rath, war von 15641576 I.andscln eiber bei der Landeshauptmann-schaft ob der Enns und setzte sich im letztgenannten Jahre auf sei-ner Herrschaft Ulrichskirchen zur Ruhe. Derselbe war schon 1565mit Seiberstorf begütert und kaufte 1575 die Herrschaft Ulrichskir-chen, worauf er 1578 den nieder-österreichischen Ritterstandsge-schlechtern einverleibt wurde. Von mehreren in der Ehe mit Clarav. Pinzenau erzeugten Kindern kamen nur zwei Töchter zu reiferemAlter: Catharina, weiche sich mit Paul Neuhofer v. Poppen vermählte,aber schon 1589 nicht mehr lebte und Eva, welche nach dem 1589erfolgten Tode der Schwester sich mit ihrem Schwager und den un-mündigen Kindern derselben verglich, die Herrschaft Uirichskirchenübernahm u. dieselbe ihrem Gemahle, Johann Baptist Grafen v. Kol-lonitsch, k. k. Kämmerer u. niederösterr. Iiegierungsrathe, zubrachte.Grf. Eva starb 1624 u. mit ihr ging der Name ihres Geschlechts aus.

Wissgrill, III. S. 143 und 144.

Fürstenau, Fürstenauer (Schild quergetheilt: oben in Gold einblau gekleideter Mann mit geflügeltem Arme und unten in Blau dreiabwärt sgehende, silberne Flammen). Böhmischer Adelsstand. Diplomvon 1541 für Caspar Fürstenau, Patricier der Stadt Breslau. DieSöhne desselben, Alexander, Magnus, Caspar u. Carl v. F. erhielten8. Nov. 1590 eine kaiserliche Vermehrung ihres Wappens. Caspar v.