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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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Fürstenau kommt 1622 als Landesältester des Görlitzsclien Kreisesund Carl v. F. als kais. Kriegsoberst vor. Die Familie war im17. Jahrh. in der Oberlausitz und zwar im Görlitzer Kreise mit Arns-dorf, Döbschütz, Grüne, Klingewalde, Gross-Krauscke, Lissa, Sobraund Zobel begütert u. blühte noch in die zweite Hälfte des 18. Jahr-hunderts hinein, in welcher dieselbe 1760 erlosch.

GroSser, Lausitz. Merkwürdigk. I. S. 219 u. 238. Gauhe, I. S. 580 : im Artikel: Fürst.

Ffeih. v, Ledebur , I. S. 239. Siebmacher, IV. 68.

Fürstenau, s. Hartinger v. Fürstenau.

Fürstenberg, Fürsten und Landgrafen (Schild golden, mit doppel-tem Silber und Blau eingefassten Wolken u. in demselben der rotkeFürstenbergsclTe Adler, auf der Brust miteiuem geviertenHerzschilde :1 und 4 eine silberne Kirchenfahne: Werdenberg und 2 und 3 einschrägrechter, gezahnter, schwarzer Balken). Erbländ.-österr.- undBeichsfürstenstand. Erbländ. Fürstendiplom von 1716 für FrobeniusFerdinand Graf zu Fürstenberg, k. k. Geh. Rath und Kammerrichterzu Wetzlar, so wie für den Bruder desselben, Philipp Carl Gr. zu F.,Bischof zu Lavant und den Vetter Joseph Ernst Grafen zu Fürsten-berg-Stühlingen, wegen ihres uralten, mit Churfürsten und anderenFürsten verwandten Geschlechts und zwar nach Abgang der Fürst-lich Fürstenberg-Heiligenbergischen Linie und Reichsfürstendiplomvon 1762 für Joseph Ernst Grafen zu Fürstenberg mit allen seinenNachkommen männlichen u.weiblichen Geschlechts. Altes, schwä-bisches und österr. Dynastengeschlecht, nach Zell, Geschichte desbadischen Wappens, 1858, Stamm- und Wappengenossen der Zährin-ger, welches mehrfach von den ältesten deutschen AgilolfingischenKönigen hergeleitet worden ist. Als Stammvater wird Egon I., um670, angegeben und der Sohn desselben, Cuno, 748 als Graf zu Für-stenberg und Landgraf zu Stühlingen aufgeführt. Von seinen Nach-kommen stiftete Friedrich III., gest. 1559, durch seine Söhne, Chri-stoph I., gest. ebenfalls 1559 und Joachim I., gest. 1598 die Kinzin-gerthalsche oder Blombergische u. die Heiligenbeinische Hauptlinie,welche Letztere jedoch, nachdem sie 12. Mai 1664 die reichsfürst-lich.e Würde u. 1667 Sitz und Stimme auf dem Reichstage unter denFürsten erlangt hatte, mit dem Fürsten Egon Anton, Statthalter desKurfürstenthums Sachsen, 10. Oct. 1716 zu Wermsdorf bei Mutschenwieder ausstarb. Die Kinzingerthalsche Linie hatte sich durchChristophs II., gest. 1614, Söhne, Wratislaus II., gest. 1642 u. Fried-rich Rudolph, gest. 1655, in die 1744 mit dem Fürsten Carl Fried-rich Nicols wieder abgestorbene Linie Fürstenberg-Mösskirch u. dienoch blühende Stühljngensche Nebenlinie ausgebreitet, welche nichtnur die Heiligenbeinsche Hauptlinie beerbten, sondern auch nach Er-löschen derselben, s. oben, JO. Dec. 1716 den Fürstenstand erhielten.

Im Anfange des 19. Jahrh. und später blühte die Linie Fürsten-berg-Stühlingen in drei Aesten fort: in der fürstlichen Reichslinie inSchwaben, in der fürstl. Pürglitzischen Subsidiallinie in Böhmen undin der landgräflich Weitraschen Subsidiallinie in Niederösterreicb.Die ersten beiden Linien führten, nachdem die früher nur dem Erst-