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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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Heermeister des Schwertordens in Liefland, welclie letztere Würdeer aber 1281 wieder niederlegte, nach Preussen zurückging und1291 zum Hochmeister des deutschen Ordens in Preussen gewählt,seine Residenz zu Marburg in Hessen nahm. Später, 1297, ist der-selbe in Böhmen gestorben. Als Hochmeister des deutschen Ordensfolgte ihm Siegfried v. Feuchtwangen, welcher, als 1309 die Re-sidenz der Hochmeister von Marburg nach Marienburg in Preus-sen verlegt wurde', dahin zog und bald ganz Preussen unter den Ge-horsam des deutschen Ordens brachte. Polnische Chronisten, na.nichtlich Cromerus, Chronicon de origine et rebus gestis Polonorum,beste Ausgabe: Cöjn 1589, sagen ihm viele Grausamkeiten nach. NachEinigen kam er im Feher um, nach Anderen starb er 1312 zu Marien-burg. Nach Caspar Schütz, Preuss. Chronik, versah er die unter sichhabenden Länder mit 21 löblichen Gesetzen und erliess auch einestrenge Verordnung, um die in jener Zeit in Preussen gewöhnlicheVergiftung durch einen Trunk gänzlich auszurotten.

ITartJcnoch, altes und neues Preussen, IT. c 2. — Sinapius, Olsnograpltia ,• II. S. 616.— Gau/ie, II. S. 283 u. 284.

Feuer, Ritter (Schild geviert mit Mittelschilde. Im blauen Mi.t-telsCliilde der lateinische Buchstabe F. in Gold. 1 und 4 in Roth einaufwachsender geharnischter- Mann, welcher in der Rechten eineFeuer sprühende Hand-Granate und in der Linken einen Lorbeerzweighält und 2 und 3 in Silber zwei mit den Sachsen gegen einander ge-kehrte, schwarze Adlersflügel)'. Böhmischer Ritterstand. Diplom von1702 für Melchior Friedrich Feuer, kais. Rath u. Kammer-Burggrafenzu Brieg, Herrn auf Barschdorf im Liegnitzischen. Derselbe starb1705. Von seinen Kindern lebten 1755 noch Franz Leopold v. F.,Johann Friedrich v. F. und Maria Friederike, verw. v. Onssel. — MitJohann Friedrich v. Feuer ist später der Stamm erloschen.

Sinapius, I. S. 362. — Gauhe , I. S. 531 im Artikel: Feuerschütz. — N. Pr. A.-L. II.S. 165 u. 166. — Fr Ii. v . Ledebur , I. S. 219. — v. Mediny, III. S. 177 u. 178.

Feucibach (in Schwarz ein aus Flammen emporwachsender Mohrniit weisser'Stirnbinde, in der Rechten einen Säbel schwingend). Böh-mischer Adelsstand. Diplom vom 3. Juli 1545 für Hans Heiurich, Jo-hann und Werner die Feweibache. Gebrüder, wegen treuer Dienste,welche dieselben unter König Ferdinand von Ungarn und Böhmen inden Feldzügen gegen die Türken bewiesen.

Dorst, Angern. W.-B. IT. S. 140 u. 141.

Feucibach, Fcurbach, s. Weiss v. Feuerbach.

Feuerlciu, Fcycrlciu, Feuerleiii auf und zu Neuenstatt, Edle und Rit-ter. Reichsritterstand. Kur-pfälzisches Reichs-Vicariats-Diplom vom21. Sept. 1790 für Paul Jacob Feuerlein, Herrn auf Neuenstatt, kais.Hof- und Pfalzgrafen, Procanzler der Universität Altdorf und vorde-ren Rathconsulenten der Reichsstadt Nürnberg, mit dem Prädicate:Edler auf und zu Neuenstatt und zwar aus höchsteigenem Antriebe.Derselbe stammte aus einer ursprünglich anspachischen Familie, wel-che sich früher Feycrlein schrieb und aus welcher Hans Feyerlein15 Juni 1551 einen Kaiserlichen Wappenbrief erhielt. Derselbe warum 1527 Diacon der evangelischen Kirchen zu Anspach, ging aber

Kneschke , Deutsch. Adels-Lei. III. 16